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Prävention und Gesundheitswesen: Übergewicht, Adipositas und Evidenz
Author(s) -
M Zwahlen,
M Egger
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05423
Subject(s) - medicine
Das Editorial [1] des Lancet vom 6. März 2004 geisselte unter dem provokativen Titel «The catastrophic failures of public health» die angebliche Unfähigkeit der Public-Health-Verantwortlichen, die anrollende Epidemie von Übergewicht und Adipositas ernst zu nehmen und wirksame Gegenmassnahmen zu treffen. In der Tat sind die Zahlen erschreckend: Seit Anfang der 80er Jahre hat sich in den USA der Anteil der Adipösen (Körpermassenindex 030 kg/m2) verdoppelt. Im Jahr 2000 waren aufgrund des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 31% der Erwachsenen adipös und 65% waren übergewichtig oder adipös (025 kg/ m2). In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung wird Gewicht und Grösse erfragt, aber nicht gemessen. Die Zahlen der Gesundheitsbefragung liegen deshalb wahrscheinlich zu tief. Aber auch sie sind beunruhigend: Die Adipositas hat seit 1992 von 5 auf 8% zugenommen – und Übergewicht oder Adipositas von 30 auf 37%. Die Gründe sind klar: In industrialisierten Ländern leben wir zunehmend in einer Umgebung, welche einerseits die übermässige Einnahme von Kalorien mehr oder weniger aggressiv fördert, während der Alltag einer Mehrheit der Bevölkerung immer weniger körperliche Betätigung zulässt.

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