Benigner solitärer fibröser Pleuratumor
Author(s) -
M Kohler,
H Gelpke,
M Decurtins,
R Flury,
T Hess
Publication year - 2004
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2004.05342
Subject(s) - mathematics , physics
Der 71jährige Patient wurde notfallmässig wegen im Alltag beeinträchtigender Dyspnoe und konventionell radiologisch festgestelltem, rechtsseitigem Pleuraerguss zugewiesen. Die persönliche Anamnese war bis auf eine seit Jahren vorbestehende, klinisch stabile multiple Sklerose, aufgrund welcher der Patient rollstuhlbedürftig ist, unauffällig. Systemanamnestisch gab der Patient einen Gewichtsverlust von 5 Kilogramm in den letzten 6 Monaten an (aktueller BMI 21,4 kg/m2) sowie eine seit mehreren Wochen bestehende Leistungsminderung, Inappetenz, Nykturie 4x/Nacht, abendliche Unterschenkelödeme und gelegentliche rechtsthorakale Schmerzen. Im Eintrittsstatus präsentierte sich der Patient in deutlich reduziertem Allgemeinzustand, kardial kompensiert, mit Ruhedyspnoe ohne Zyanose sowie deutlichen Uhrglasnägeln und Trommelschlägelfingern. Perkutorisch bestand rechtsthorakal basal eine ausgeprägte Dämpfung mit aufgehobenem Atemgeräusch über ⁄3 des rechtsseitigen Hemithorax. Radiologisch fand sich eine Transparenzminderung im Thoraxröntgenbild (Abb. 1 x). Die Hämatologie war bis auf eine Thrombozytose von 664 x 109/L unauffällig, laborchemisch fielen eine auf 697 U/L erhöhte alkalische Phosphatase und ein CRP von 163 mg/L auf. Die Blutglukose war im Normbereich. In der Lungenfunktionsprüfung wurde eine kombinierte, schwere restriktive und leicht obstruktive Ventilationsstörung festgestellt. Im Thoraxultraschall konnte ein nur mässig grosser basaler Erguss von ca. 10 cm kraniokaudaler Ausdehnung sowie eine grosse solide Masse apikal davon bei tief stehendem rechtem Zwerchfell dargestellt werden. Zur Entlastung und Diagnostik bei massiver Dyspnoe wurde eine Thoraxdrainage eingelegt, welche insgesamt 750 ml stark blutige Flüssigkeit förderte, Hämatokrit 37%. Zytologisch konnten keine malignen Zellen nachgewiesen werden, der pH der Flüssigkeit betrug 7,4. Es lag somit ein Hämatothorax bei grossem, solidem intrathorakalem Tumor vor. Differentialdiagnostisch wurde insbesondere eine intrapulmonale Neoplasie mit begleitendem Hämatothorax in Erwägung gezogen. Die nachfolgend durchgeführte Computertomographie des Thorax zeigte eine ausgedehnte Tumormasse im rechten Hemithorax mit zum Teil grobscholligen Verkalkungen (Abb. 2 x). Die unter sonographischer Kontrolle durchgeführte transAbbildung 1. Röntgen des Thorax mit Transparenzminderung über den basalen ⁄3 des rechtsseitigen Hemithorax.
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