Die retroperitoneoskopisch-assistierte Kryoablation kleiner Nierentumoren: eine neue minimal-invasive Therapieoption
Author(s) -
R Casella,
A Bachmann,
C Jayet,
S Wyler,
Gasser Tc,
T Sulser
Publication year - 2004
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2004.05337
Subject(s) - medicine
Nierentumore wurden früher häufig erst in einem lokal fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Konsequenterweise war die radikale Nephrektomie für die meisten Patienten die einzige mögliche Therapie. Durch den zunehmenden Einsatz von Ultraschall, Computertomographie und MRI hat in den letzten Jahren die Zahl kleiner Nierentumore zugenommen. Dieser Umstand erlaubt den Urologen heute, immer mehr Patienten eine nierenerhaltende Therapie anzubieten. Dabei zeigt die Nierenteilresektion für solide Tumoren kleiner als 4 cm im Langzeitverlauf die gleichen onkologischen Ergebnisse wie die radikale Nephrektomie [1]. Die offene Nierenteilresektion braucht für eine optimale Darstellung der Niere häufig einen grösseren Zugang als die radikale Nephrektomie. Als minimal-invasive Therapieoption bietet sich heute die laparoskopische Nierenteilresektion an. Diese äusserst anspruchsvolle Technik wird nur in wenigen Zentren durchgeführt. Daneben bestehen technische Probleme, wie die Unterbrechung der Durchblutung und die Kühlung der Niere während der Resektion, welche noch nicht optimal gelöst sind. 1998 wurde von Gill die laparoskopische Kryoablation kleiner solider Tumore als neue minimal-invasive Option erstmals beschrieben [2]. Diese Gruppe hat bei ihren ersten 20 Tumorpatienten routinemässig 6 Monate nach der Kryoablation eine Biopsie aus dem Narbenareal im ehemaligen Tumorgebiet entnommen und konnte bei keinem Patienten vitale Tumorzellen nachweisen [3]. Später wurde bei 31 Patienten mit einem Follow-up über 6 Monate von einem lokalen Tumorrezidiv berichtet [4]. Seit 18 Monaten bieten wir diese Technik am Kantonsspital Basel bei selektionierten Patienten mit geeigneter Tumorlokalisation an. Aktuell können wir über eine noch kleine Fallzahl von Eingriffen berichten, die aber gleichzeitig die grösste Fallserie ausserhalb der Vereinigten Staaten darstellt.
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