Lymphom und Lungenkalzinose
Author(s) -
P Keller,
Gebbers Jo
Publication year - 2003
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2003.04987
Subject(s) - computer science
Bei einem 72jährigen, an akutem Herzversagen verstorbenen Patienten bestand eine geringe Hyperkalzämie (2,80 mmol/l). Zudem war ein Nicht-Hodgkin-Lymphom im klinischen Stadium IVb bekannt. Autoptisch fanden wir – neben dem Lymphombefall verschiedener Lymphknotenstationen, der Milz und Leber – eine destruierende Infiltration des Knochenmarks der Wirbelkörper und des Beckenkamms mit Vermehrung der Osteoklasten und einer Osteopenie (Abb. 1a). Zudem bestand eine disseminierte Lungenkalzinose (Abb. 1b). Hyperkalzämie bei Karzinomen, vor allem der Mamma und Lunge, beim multiplen Myelom und bei der adulten T-Lymphozyten-Leukämie, ist ein häufiges paraneoplastisches Syndrom, für das verschiedene Pathomechanismen diskutiert werden [1]. Bei Lymphominfiltraten des Knochenmarks und Hyperkalzämie wird ein Osteoklasten-aktivierender Faktor als ein vom Lymphom lokal sezerniertes Lymphokin (z.B. Interleukin-1b) vermutet [1]. Hyperkalzämie mit Lungenkalzinose bei Knochenmarkinfiltration eines Nicht-Hodgkin-Lymphoms ist eine selten beschriebene Komplikation [2].
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