Aussergewöhnliche Manifestation eines grosszelligen B-Zell Non-Hodgkin-Lymphoms
Author(s) -
M Hoffmann,
Matthias Auf der Maur,
S Oderbolz,
G Burri
Publication year - 2003
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2003.04968
Subject(s) - psychology
Bei dem 87jährigen Patienten bestand seit etwa einem halben Jahr ein indolenter – im Verlauf ulzerierender – Hodentumor mit gleichseitig vergrösserten Lymphknoten inguinal (Abb. 1 und 2). Gewichtsverlust, Appetitmangel, Fieber, Nachtschweiss oder Pruritus wurden verneint. Eine Infektion (abszedierende Epididymiditis, Tuberkulose u.a.) oder ein epithelialer Hodentumor waren aufgrund des negativen bakteriologischen Abstrichs (inkl. PCR auf Mykobakterien) und negativer Tumormarker (a-Fetoprotein, b-HCG) eher unwahrscheinlich. Nach der Ablatio testis wurde histologisch ein grosszelliges B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (Stadium IIEA) diagnostiziert (Abb. 3). Non-Hodgkin-Lymphome des Hodens sind selten. Die Inzidenz wird mit etwa 5% aller Hodentumoren und 2% der extranodalen Lymphommanifestationen angegeben. Die Prävalenz nimmt mit dem Alter zu, und Non-Hodgkin-Lymphome des Hodens stellen bei über Sechzigjährigen die häufigste Neoplasie des Hodens dar. Prognostisch sind sie ungünstiger als nodale Lymphome, und Rezidive treten vor Aussergewöhnliche Manifestation eines grosszelligen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms
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