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Therapieresistenter Schub einer Colitis ulcerosa
Author(s) -
Alfred Hansel,
M Steuerwald,
Gieri Cathomas,
W. Zimmerli
Publication year - 2003
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2003.04960
Subject(s) - colitis , medicine , gastroenterology
Ein 56jähriger Patient italienischer Abstammung wurde zur Abklärung therapieresistenter Durchfälle hospitalisiert. Er litt seit zwei bis drei Wochen unter zunehmenden, diffusen, krampfartigen Bauchschmerzen. Infolge Inappetenz hatte er innerhalb dieser Zeit ca. 7 kg an Gewicht verloren. Zudem berichtete er über dünnflüssigen Stuhlgang mit bis zu zehn Entleerungen pro Tag – mit Beimengung von Schleim und teilweise wenig Blut. Fieber hatte er nicht. Seit 1985 litt der Patient an einer Pancolitis ulcerosa. In der Annahme eines akuten Schubes wurde der Patient vor Spitaleintritt während zehn Tagen mit Prednison (40 mg/d p.o.) und Ciprofloxacin (2 500 mg/d p.o.) behandelt, was nicht wie bei früheren Schüben eine prompt einsetzende Besserung brachte. Die letzte Kolonoskopie erfolgte sieben Monate vor der aktuellen Episode und zeigte unter einer Erhaltungstherapie mit Mesalazin und Prednison eine diskontinuierliche Entzündung von der rechten Kolonflexur bis zum Colon descendens. Der Patient dosierte die Prednisonmedikation – offensichtlich wegen des jeweils prompten Ansprechens – nach eigenem Gutdünken; das Prednison wurde aber nie während längerer Zeit pausiert. Aus der persönlichen Anamnese sind eine koronare Herzkrankheit mit Zustand nach Myokardinfarkt, ein Diabetes mellitus Typ 2 sowie eine steroidinduzierte Osteoporose bekannt. Bei Spitalaufnahme fanden wir einen Patienten in leicht reduziertem Allgemeinzustand. Die Körpertemperatur betrug 37,1 °C, die Vitalparameter waren unauffällig. Das Abdomen wies eine Druckdolenz im linken Mittelbauch mit leichter Défense auf. Die Darmgeräusche waren normal. Rektal zeigte sich perianal eine leichte Rötung; die Palpation war schmerzhaft. Im Labor fanden wir ein Hämoglobin von 15,1 g/dl, Leukozyten von 9,7 g/l mit 7,1 g/l Neutrophilen (20,5% stabkernige, mittelgrobe Granula). Die Lymphozytenzahl war mit 1,4 10 g/l normal. Das C-reaktive Protein lag bei 175 mg/l, die Transaminasen waren normal. Im Abdomenleerbild konnten ein Megakolon und eine Perforation ausgeschlossen werden. Im Stuhl fanden wir massenhaft Leukozyten, jedoch weder pathogene Erreger noch Clostridium-difficile-Toxin. Die Kolonoskopie zeigte Therapieresistenter Schub einer Colitis ulcerosa

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