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Akutes koronares Syndrom - verursacht durch Capecitabine (Xeloda®)
Author(s) -
A. Bosshard,
RA Streuli
Publication year - 2003
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2003.04920
Subject(s) - capecitabine , medicine , colorectal cancer , cancer
Die 54jährige Patientin leidet seit 1997 unter einem gemischten invasiv-duktalen und invasiv-lobulären Mammakarzinom (pT2, N0, M0). Einer Ablatio mammae rechts folgten sechs Zyklen einer Chemotherapie mit Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluorouracil (CMF). Unter einer anschliessenden Antiöstrogentherapie mit Tamoxifen war die Patientin beschwerdefrei bis sich fünf Jahre nach Diagnosestellung Leberund Skelettmetastasen manifestierten. Für die Dauer von fünf Monaten wurde hierauf eine palliative Chemotherapie mit Mitoxantron durchgeführt. Sechs Tage vor der aktuellen Hospitalisation erhielt die Patientin eine neue palliative Chemotherapie mit Capecitabine (Xeloda®) 3000 mg/d p.o., Letrozol (Femara®) 2,5 mg/d p.o. und Pamidronat (Aredia®) 90 mg einmal pro Monat i.v. Am Abend vor Spitaleintritt verspürte die Patientin ein Druckgefühl im Hals, das zehn Minuten anhielt. Am nächsten Morgen kam es in Ruhe zu einem intensiven retrosternalen Angor mit Ausstrahlung in den Kiefer und in den rechten Arm. Das vom Notfallarzt verabreichte Nitroglycerin zeigte keine Wirkung. Die Patientin wurde daraufhin mit Verdacht auf Myokardinfarkt hospitalisiert. Anamnestisch handelte es sich um ein erstmaliges Auftreten einer Angina pectoris. Die Patientin hatte keine kardialen Risikofaktoren. Im EKG fanden wir eine monophasische Deformierung der ST-Strecke und hohe, spitze T-Wellen über der ganzen Vorderwand (Abb. 1). Die während der Akutphase durchgeführte Echokardiographie zeigte eine leichtgradige apikale und septale Hypokinesie. Unter einer Therapie mit Heparin, Acetylsalizylsäure, Betablockern und Isosorbiddinitrat klang der Angor innerhalb einer Stunde deutlich ab; das EKG normalisierte sich vollständig und die Herzenzyme blieben im Normbereich. Im Verlauf der nächsten Stunden traten die Thoraxschmerzen allerdings immer wieder auf, dauerten jeweils bis zu einer Stunde und sprachen nur verzögert auf Isosorbiddinitrat an. Auch noch ein Tag nach dem initialen Ereignis manifestierten sich Akutes koronares Syndrom – verursacht durch Capecitabine (Xeloda®)

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