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Pränatale Diagnostik und Therapie - dem Mikrochimärismus auf der Spur
Author(s) -
W Holzgreve,
D Surbek,
S Hahn
Publication year - 2003
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2003.04801
Subject(s) - medicine , philosophy
Zwei Forschungsansätze, die zunächst unabhängig voneinander seit einigen Jahren in unserem Labor verfolgt und insbesondere vom Schweizerischen Nationalfonds sowie den National Institutes of Health, USA, grosszügig unterstützt werden, haben sich inzwischen getroffen, weil unerwartete Erkenntnisse gewonnen werden konnten, die nun eine Brücke zwischen beiden Forschungsgebieten schlagen, wobei jeweils die Plazenta im Mittelpunkt steht (Abb. 1). So hat unser Bemühen, Techniken zur nichtinvasiven Pränatal-Diagnostik durch Isolation fetaler Zellen (1:106) bzw. DNA im mütterlichen Blut zu entwickeln, gezeigt, dass der inzwischen bewiesene «Mikrochimärismus» bei und nach Schwangerschaften auch Konsequenzen für mütterliche Erkrankungen (Präeklampsie, Autoimmunerkrankungen) haben kann. Dieser Aspekt unserer Arbeit wurde gerade ausführlich im Science 2002;296:2169–72, besprochen. Hämatopoietische Stammzellen können inzwischen auch bereits pränatal eingesetzt werden, nämlich bei solchen pränatal (z.B. durch Amniozentese bzw. Chorionzottenbiopsie) erfassten genetischen Erkrankungen, bei denen das Kind sonst bereits zum Geburtszeitpunkt irreversibel geschädigt oder gefährdet wäre. Wir haben hierzu erfolgreiche Tierexperimente mit Mäusen zur Erzeugung eines stabilen therapeutischen Zell-Chimerismus durchgeführt (Abb. 2). Gleichzeitig sind wir mit der Entwicklung von Techniken zur Stammzell-Applikation in utero befasst, um die Stammzellen tatsächlich so früh wie möglich auch beim Menschen schon pränatal applizieren zu können. Im folgenden sollen diese beiden Forschungsrichtungen unserer Gruppen dargestellt und die Ziele und potentiellen klinischen Anwendungen diskutiert werden.

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