White Coat Hypertension
Author(s) -
T Estlinbaum,
B Martina,
E Battegay
Publication year - 2002
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2002.04488
Subject(s) - white coat hypertension , white coat , coat , white (mutation) , medicine , genetics , biology , blood pressure , materials science , composite material , ambulatory blood pressure , gene
Bei 10–30% der Allgemeinbevölkerung findet man eine Weisskittelhypertonie (WCH). Darunter versteht man eine beim Arztbesuch persistierende Blutdruckerhöhung, die sich ausserhalb der Arztpraxis nicht zeigt. Trotz der beträchtlichen Prävalenz wird diesem Phänomen in der heutigen Praxis zu wenig Beachtung geschenkt, so dass möglicherweise zahlreiche Patienten unnötigerweise medikamentös behandelt werden. Zur Diagnose und Verlaufsbeobachtung eignen sich sowohl die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung (24-StundenABDM) als auch die etwas kostengünstigere Heimblutdruckmessung. Bis heute liegen keine wissenschaftlich verbindlichen, oberen Grenzwerte der ausserhalb der Arztpraxis gemessenen Blutdruckwerte vor. Dennoch ist bereits bei Durchschnittswerten über 130/80 mm Hg mit der Entwicklung von Endorganschäden zu rechnen, insbesondere beim Vorhandensein von weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren und/oder diesbezüglich positiver Familienanamnese. Engmaschige Blutdruckkontrollen, klinisches Monitoring und die günstige Beeinflussung von Ernährung, Bewegung sowie Rauchen sind bei einer Weisskittelhypertonie gefragt.
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