Schon gegen Alzheimer geimpft? - Mechanismen zerebraler Amyloidosen
Author(s) -
DT Winkler,
M Jucker
Publication year - 2001
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2001.04214
Subject(s) - medicine
Vor rund hundert Jahren beschrieb Alois Alzheimer 1906 seinen berühmten Fall von Auguste D. unter dem Titel «Über einen eigenartigen schweren Erkrankungsprozess der Hirnrinde» [1, 2]. Die Ursachen dieser «eigenartigen» Erkrankung und ihre Pathomechanismen bleiben bis heute trotz intensiver Forschung nur bruchstückhaft aufgeklärt. Die Zahl der Alzheimerpatienten, weltweit, wird auf etwa 15 Millionen geschätzt und allein in der Schweiz leben rund 50 000 Alzheimerkranke [3]. Hohes Alter ist der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung der Alzheimer-Demenz (AD). Einer von hundert 65jährigen leidet an der AD, bei den über 85jährigen trifft es bereits jeden fünften [4]. Mit der stetigen Zunahme der Altersbevölkerung wächst auch die Prävalenz dieser Erkrankung, und es ist mit einer Verdoppelung der Patientenzahl bis ins Jahr 2030 zu rechnen. Auch heute noch lässt sich die Krankheit erst post mortem anhand einer Hirnautopsie mit Sicherheit diagnostizieren. Die aktuellen Therapien mit Cholinesterase-Hemmern verfolgen keine primär kausalen Therapieansätze sondern bekämpfen Symptome. Immerhin gelingt es damit, den Krankheitsverlauf über einige Monate zu stabilisieren. Aufgrund des dringenden Bedarfes an besseren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erstaunt es nicht, dass die AD heute einen Schwerpunkt neurobiologischer Forschung bildet.
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