Sprachbarrieren in der rztlichen Konsultation
Author(s) -
Felicitas Mueller
Publication year - 2020
Publication title -
bulletin des médecins suisses
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-5948
pISSN - 1424-4012
DOI - 10.4414/bms.2020.19183
Subject(s) - computer science
Die Notwendigkeit von Dolmetscherleistungen in Ge sundheitsinstitutionen bei Patientinnen und Patien ten, die der lokalen Sprache nicht genügend mächtig sind, ist international unbestritten. Das Verstehen von diagnostischen und therapeu tischen Vorgängen kann als ein zentraler Teil der Patientenrechte verstanden werden und ist Schlüs sel für den Behandlungs und Betreuungserfolg. Der Einsatz von Kommunikationshilfen im Gesund heitswesen fördert daher das Recht auf Chancen gleichheit und verbessert Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Mit der Überwindung von Sprach barrieren kann eine Anamnese erhoben, und Fehl, Unter oder Überversorgung können verhindert werden [1]. Sprachunkundige Personen haben oft Migrations hintergrund, ein niedriges Bildungs und Einkom mensniveau. Sie sind weder in der Lage, ihre Patien tenrechte durchzusetzen noch die Kosten dafür zu tragen. Auf ethischrechtlicher Ebene sind Dolmet scherleistungen durch Minderjährige, Familienange hörige oder Bekannte nicht vertretbar. Denn sie sind dem vertraulichen ArztPatientenGespräch nicht zu träglich, da Patienten – sei es aus Scham oder Rück sicht – weniger offen kommunizieren, die Patienten autonomie und Würde verletzt wird und die Qualität der Übersetzung selten verifiziert werden kann. Ins besondere Kinder verfügen meist nicht über ge nü gende Sprachkenntnisse, um als Dolmetscherinnen oder Dol met scher zu fungieren.
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