
Die Internationalisierung deutscher Industrieunternehmen
Author(s) -
Heike Belitz
Publication year - 2015
Publication title -
vierteljahrshefte zur wirtschaftsforschung
Language(s) - English
Resource type - Journals
eISSN - 1861-1559
pISSN - 0340-1707
DOI - 10.3790/vjh.84.1.103
Subject(s) - political science , humanities , internationalization , business administration , business , international trade , art
Die Globalisierung ist eine zentrale Herausforderung f\ufcr Industriel\ue4nder wie Deutschland, und multinationale Unternehmen sind ihre wichtigsten Treiber. In diesem Beitrag wird die Internationalisierung der deutschen Industrieunternehmen ab 1995 untersucht und mit der in Unternehmen aus den USA, Frankreich und Gro\udfbritannien verglichen. Es zeigt sich, dass deutsche Unternehmen bislang weniger internationalisiert sind als ihre wichtigsten Wettbewerber. Die Expansion im Ausland erfolgt vorwiegend in den auch in der Heimat starken forschungsintensiven Branchen und ist marktgetrieben. Konjunkturelle Impulse wirken dabei parallel auf das Wachstum der Investitionen im In- und Ausland. Schneller als die Zahl der Arbeitspl\ue4tze deutscher Unternehmen wachsen ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivit\ue4ten im Ausland. Vor allem in China und einigen mittel- und osteurop\ue4ische L\ue4ndern entstehen neue Industriearbeitspl\ue4tze deutscher Unternehmen, aber nur China gewinnt auch als Forschungsstandort schnell an Bedeutung. Es finden sich keine Anhaltspunkte daf\ufcr, dass deutsche Industrieunternehmen im Ausland st\ue4rker als ihre Wettbewerber oder vorwiegend auf Kosten des Heimatstandorts in Produktion und Forschung investieren. Ihre Expansion im Ausland d\ufcrfte zur St\ue4rkung des Industriestandorts Deutschland beigetragen haben.Globalization is one of the primary challenges for industrialized nations like Germany, with multinational companies being the most important drivers. We are analyzing the internationalization processes of German manufacturing companies, starting 1995, and comparing them with companies in the US, France and the UK. We show that, to date, German enterprises are less internationalized than their major competitors. Mainly R&D intensive sectors are expanding, building on their position of strength at home. Cyclical economic development also influences the growth of investments, at home and abroad. Multinationals R&D abroad grows faster than the total employment. China, as well as some middle and eastern European countries, are experiencing a growth in manufacturing jobs of German companies. But only China is also quickly gaining significance as a center for R&D. There is no evidence that German manufacturing companies might be investing more in production and R&D abroad than their competitors or that they do so mainly on the expenses of their home country. The expansions abroad are likely to have strengthened Germany\u2019s position as industrial hub