Neuberechnung des Produktionspotentials für Branchen des verarbeitenden Gewerbes
Author(s) -
Bernd Görzig
Publication year - 2000
Publication title -
vierteljahrshefte zur wirtschaftsforschung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1861-1559
pISSN - 0340-1707
DOI - 10.3790/vjh.69.1.90
Subject(s) - political science , humanities , physics , philosophy
Bei dem zur Ermittlung des Produktionspotentials im DIW verwendeten Capital-Vintage Modell wird angenommen, dass die Unternehmen ihre Investitionskalkulation auf der Erwartung begr\ufcnden, die einmal gew\ue4hlte Kombination der Produktionsfaktoren, etwa von Arbeit und Kapital, bleibe f\ufcr die Nutzungsdauer der Investitionen fest. Ge\ue4ndert wird das Verh\ue4ltnis von Arbeit und Kapital f\ufcr den gesamten Anlagenbestand des Unternehmens nur \ufcber den Zu- und Abgang von Anlagen. Auf der Grundlage einer ex-ante Produktionsfunktion, die Substitution zwischen den Produktionsfaktoren zul\ue4sst, wird der Faktoreinsatz im Rahmen einer einzelwirtschaftlichen Investitionskalkulation optimiert. Dies geschieht unter Absch\ue4tzung der k\ufcnftigen Preisentwicklung und der zum Betreiben der Anlagen erforderlichen k\ufcnftigen variablen Kosten.Ein besonderer Vorteil des Modells liegt darin, dass die Altersstruktur des Anlageverm\uf6gens explizit ber\ufccksichtigt wird. Das gegenw\ue4rtige Produktionspotential kann somit als Summe vorangegangener Investitionsentscheidungen dargestellt werden. Auf Grund dieser Eigenschaft ist das Modell auch geeignet, den Einfluss heutiger Entscheidungen auf k\ufcnftige Entwicklungen abzubilden. Durch die produktionstheoretische Fundierung des Modellansatzes lassen sich neben dem Produktionspotential auch die damit zusammenh\ue4ngenden Arbeitspl\ue4tze ermitteln. Die mit dem Modell ermittelten Kennziffern zur Kapazit\ue4tsauslastung beschreiben die \uf6konomischen Zusammenh\ue4nge in entscheidenden Konjunkturphasen wesentlich besser als solche, die aus mechanischen Gl\ue4ttungsverfahren abgeleitet werden k\uf6nnen
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