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Starke Gewichtszunahme unter Psychopharmaka
Author(s) -
Natalie Marty
Publication year - 2020
Publication title -
pharma-kritik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 2
ISSN - 1010-5409
DOI - 10.37667/pk.2020.1106
Subject(s) - gynecology , art , medicine
Im Rahmen des deutschen Projekts «Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie» (AMSP) wurden Patientinnen und Patienten dokumentiert, die während ihres Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik sehr stark an Gewicht zugenommen hatten. Nun wird über 344 von 2001 bis 2016 beobachtete Fälle von massiver Gewichtszunahme berichtet. Die entsprechende Beobachtungszeit variierte allerdings sehr stark (zwischen 1 und 72 Wochen). Berücksichtigt wurden nur Personen, deren Gewicht um mindestens 10% zugenommen hatte. Für diese betrug die Zunahme durchschnittlich 12,7 kg, konnte jedoch (bei längerer Beobachtung) bis zu 50 kg betragen. Frauen und Männer waren gleichermassen betroffen; viele waren recht jung – fast die Hälfte war weniger als 30 Jahre alt. Etwa zwei Drittel der Fälle konnten auf ein einzelnes Medikament (am häufigsten ein Neuroleptikum) zurückgeführt werden; bei den übrigen Fällen waren mehrere Psychopharmaka (auch Antidepressiva und weitere) beteiligt, am häufigsten Olanzapin (Zyprexa ® u.a.), gefolgt von Quetiapin (Seroquel ® u.a.) und Mirtazapin (Remeron ®

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