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Placebo in der ärztlichen Praxis
Author(s) -
Markus Gnädinger,
Margrit Fässler
Publication year - 2011
Publication title -
pharma-kritik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 2
ISSN - 1010-5409
DOI - 10.37667/pk.2011.843
Subject(s) - placebo , praxis , medicine , gynecology , philosophy , alternative medicine , epistemology , pathology
Es fällt überraschend schwer, den Begriff Placebo – «ich werde gefallen» – allgemeingültig zu definieren. Etwas schematisch lässt sich einerseits eine Placebointervention, anderseits ein Placeboeffekt beschreiben. Placebos oder Placebointerventionen werden in klinischen Studien bewusst eingesetzt, um die Wirksamkeit von «aktiven» Interventionen, also von Medikamenten und anderen therapeutischen Verfahren nachzuweisen. Ausserhalb von klinischen Studien ist die bewusste Verwendung von echten Placebos umstritten; unechte Placebos (siehe unten) werden aber häufig verwendet. Unter dem Placeboeffekt versteht man dagegen den Wirkungsanteil jeder therapeutischen (allenfalls auch einer diagnostischen) Intervention, der sich nicht durch eine bekannte pharmakologische oder im weiteren Sinne biologische Wirkungsweise erklären lässt. Da es sich dabei in der Regel um ein vielschichtiges Phänomen handelt, kann man auch von einer Mehrzahl von Placeboeffekten sprechen.

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