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Blitzschlagbrände und Sommertrockenheit: Gibt es einen Zusammenhang?
Author(s) -
José V. Moris,
Marco Conedera,
Luca Nisi,
Gianni Boris Pezzatti
Publication year - 2020
Publication title -
schweizerische zeitschrift fur forstwesen
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.189
H-Index - 10
eISSN - 2235-1469
pISSN - 0036-7818
DOI - 10.3188/szf.2020.0281
Subject(s) - gynecology , political science , humanities , philosophy , medicine
Blitzschläge sind weltweit die wichtigste natürliche Ursache für Waldbrände. In der Schweiz machen die Blitzschlagbrände im Schnitt rund einen Drittel (30.5%) der im Hochsommer (Juni, Juli und August) vorkommenden Brandereignisse aus. In diesem Beitrag analysieren wir das Auftreten und die herrschenden meteorologischen Bedingungen, welche die 275 in der Waldbranddatenbank «Swissfire» für die Periode 2000–2018 registrierten Blitzschlagbrände charakterisieren. In der Schweiz sind Blitzschlagbrände fast ausschliesslich in gebirgigen Lagen zu verzeichnen, wobei ihre Häufigkeit von den Südalpen über die Zentralalpen bis zu den Nordalpen abnimmt. Am meisten betroffen von Blitzschlagbränden sind Nadelbäume, vor allem die Fichte und die Lärche. Anhaltende Sommertrockenheit ist bei Weitem der wichtigste Auslöser für Blitzschlagbrände. Unsere Resultate zeigen, dass sich die Gefahr von Blitzschlagbränden im Schweizer Alpenraum deutlich erhöht und auch der Jura und das Mittelland von Blitzschlagbränden betroffen sein können, wenn sich, wie im Zusammenhang mit dem Klimawandel prognostiziert, wärmere Sommer mit lange andauernden Trockenperioden häufen. Noch im Detail abzuklären sind die genauen meteorologischen Bedingungen, die Blitzschlagbrände begünstigen.

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