Modelle? Brauche ich nicht. Modellieren? Tue ich nicht – oder vielleicht doch?
Author(s) -
Esther Thürig,
Harald Bugmann
Publication year - 2020
Publication title -
schweizerische zeitschrift fur forstwesen
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.189
H-Index - 10
eISSN - 2235-1469
pISSN - 0036-7818
DOI - 10.3188/szf.2020.0110
Subject(s) - philosophy , gynecology , humanities , political science , medicine
Modelle? Brauche ich nicht. Modellieren? Tue ich nicht – oder vielleicht doch? Die wenigsten Menschen würden sich spontan als Modellierer bezeichnen. Modelle werden oft als überaus kompliziert, wenig nützlich und nicht praxisnah eingeschätzt. Wir stellen diese (Vor-)Urteile auf den Prüfstand und zeigen auf, dass Modelle in unserem Alltag unentbehrlich sind und es uns ermöglichen, Entscheide zeitnah zu fällen, ohne überaus lange brüten zu müssen. Anhand einer einfachen Entscheidung erklären wir den typischen Ablauf bei der Modellbildung. Sind Modelle schon im täglichen Leben unverzichtbar, so ist dies in der Forstwirtschaft und in der Waldforschung noch stärker der Fall. Seit je bilden Waldmodelle wie der Normalwald oder die Ertragstafeln das Rückgrat nachhaltiger Eingriffe. Globale Trends und klimatische Veränderungen der letzten 50 bis 70 Jahre verlangen nach dynamischen, klimasensitiven Waldmodellen, um Fragen zur zukünftigen Entwicklung von Wäldern, Baumarten, Kohlenstoffsenken, Holznutzungspotenzialen, Schäden und Gefahren zu beantworten und Handlungsoptionen zu analysieren. Jede dieser Fragen bedarf aber eines spezifischen Modells oder einer spezifischen Modellgruppe. Wir stellen anhand von sechs spezifischen Fragestellungen in der Schweiz verfügbare Waldmodelle vor, die zur Beantwortung dieser Fragen geeignet sind.
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