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Neumierte Hoheliedverse in Willirams von Ebersberg Hoheliedkommentar in der Lambacher Handschrift
Author(s) -
Kurt Gärtner
Publication year - 2018
Publication title -
allitera verlag, münchen ebooks
Language(s) - German
Resource type - Book series
DOI - 10.25366/2018.20
Subject(s) - geology
Die aus dem Benediktinerabtei Lambach stammende Handschrift von Willirams Hohelied-Kommentar,1 geschrieben um 1180, gehört zu den Hauptwerken aus der Blütezeit des Lambacher Skriptoriums, die von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis in das beginnende 13. Jahrhundert reichte.2 Der erste Teil der Handschrift enthält die Viten der Heiligen Nikolaus, Gallus, Othmar, Lambert, Hieronymus und kleinere Werke Hugos von St. Viktor († 1140); der zweite Teil enthält Bl. 124r–177r den Hoheliedkommentar Willirams von Ebersberg († 1085).3 Um den von Kunsthistorikern auch als „Lambacher Williram“ bezeichneten Kodex wird es im Folgenden gehen. Der um 1060 verfasste Kommentar Willirams besteht aus einem in Hexametern verfassten lateinischen Teil, der durch eine Paraphrase des Bibeltextes eingeleitet ist, und einem in Prosa verfassten deutschen Teil, der durch eine genaue Übersetzumg des Bibeltextes eingeleitet ist, an den sich der allegorische Kommentar anschließt. Der Inhalt ist in beiden Kommentarteilen der gleiche, doch wird er mit verschiedenen sprachlichen Mitteln ausgedrückt. Der lateinisch-deutsche Doppelkommentar ist für die deutsche Sprachgeschichte von großem Interesse, weil hier ein Bibelbuch vollständig ins Deutsche übersetzt und zugleich das Deutsche als theologische Fachsprache gebraucht wurde. Unter den 30 Textzeugen mit dem deutschen Kommentarteil spielt

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