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Herkunftseffekte und Gerechtigkeitserleben beim Übergang von der Primarschule in die Sekundarstufe I
Author(s) -
Caroline Biewer,
Christian Wandeler,
Franz Baeriswyl
Publication year - 2018
Publication title -
swiss journal of educational research
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2624-8492
pISSN - 1424-3946
DOI - 10.24452/sjer.35.3.4918
Subject(s) - humanities , political science , philosophy , gynecology , medicine
Im deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg/CH kommt ein multikriteriales Ubertrittsverfahren beim Ubergang von der Primarschule in die Sekundarstufe I zum Einsatz. Nebst Schulnoten, den Einschatzungen der kognitiven Fahigkeiten durch die Lehrpersonen sowie der Zuweisungsempfehlung der Lehrpersonen und der Eltern wird zusatzlich eine Vergleichsprufung in Deutsch und Mathematik durchgefuhrt. In zwei Vollerhebungen wurden die Lernenden, deren Eltern sowie die Lehrpersonen der Ubertrittsjahrgange 2009 und 2010 ausfuhrlich befragt. Die Daten erlaubten eine empirische Trennung der primaren von sekundaren Herkunftseffekten und charakterisieren somit den ubertrittsrelevanten Einfluss sozialer Disparitaten. Auch unter Kontrolle der Leistung, der Noten und der Zuweisungsempfehlungen der Eltern und der Lehrpersonen blieben die Einflusse der Herkunft bestehen. Die sekundaren Herkunftseffekte spiegelten sich nicht in der Gerechtigkeitswahrnehmung der Eltern mit tieferem soziookonomischem Hintergrund wider. Es handelte sich tendenziell um Eltern aus hoheren Sozialschichten, die Ungerechtigkeiten beim Ubergang wahrnahmen. Generell kann die von den Eltern wahrgenommene Gerechtigkeit des Deutschfreiburger Ubertrittsverfahrens vor allem durch lehrpersonbezogene Variablen erklart werden.

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