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Unterwegs zur 08/15-Schule? Wider die Instrumentalisierung der Erziehungswissenschaft durch die Bildungspolitik
Author(s) -
Walter Herzog
Publication year - 2008
Publication title -
swiss journal of educational research
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2624-8492
pISSN - 1424-3946
DOI - 10.24452/sjer.30.1.4776
Subject(s) - humanities , philosophy
Die Schweiz ist im Begriff, ihr Schulsystem radikal zu erneuern. Und zwar ohne dass eine nennenswerte Diskussion gefuhrt wurde. Erstaunlich ist insbesondere die Abstinenz der Wissenschaft, die sich fast widerstandslos in die Rolle schickt, die ihr von der Politik zugedacht wird. Dabei stehen Werte auf dem Spiel, deren Verlust nicht widerstandslos hingenommen werden kann. Die folgenden Ausfuhrungen sind aus der Besorgnis entstanden, dass die aktuelle Reform des schweizerischen Schulsystems der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung Schaden zufugen konnte, indem sie in eine Position gedrangt werden, die ihre Unabhangigkeit gefahrdet und sie ihrer kritischen Funktion beschneidet. Ich beginne mit einer knappen Darstellung der laufenden Reformen, wobei ich mich auf den obligatorischen Schulbereich beschranke (1). Danach frage ich nach Herkunft und Bedeutung eines Kernbegriffs der aktuellen Schulreform (2), suche nach Differenzen zwischen industriellen und Bildungsstandards (3) und diskutiere, was der Anspruch auf Messung von Standards beinhaltet (4). Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit drei Schwachstellen der aktuellen Reformpolitik (5), schliesse ich mit einigen Bemerkungen zur Lehrerprofessionalitat, die nach meiner Beurteilung unter einem ahnlichen Druck steht wie die Erziehungswissenschaft (6). (DIPF/Orig.)

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