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Vorkommen von Anaplasma phagocytophilum bei Blutspenderhunden in Berlin/ Brandenburg (2006-2012) : retrospektive Auswertung klinischer Daten und Bedeutung für die Transfusionsmedizin
Author(s) -
Aleksandra Chirek,
Cornelia Hildegard Anita Silaghi,
Kurt Pfister,
Barbara Kohn
Publication year - 2017
Publication title -
berliner und munchener tierarztliche wochenschrift
Language(s) - German
DOI - 10.2376/0005-9366-17005
Anaplasma phagocytophilum, der Erreger der caninen granulozytaren Anaplasmose, ist ein obligat intrazellulares Bakterium, welches in erster Linie von Zecken der Gattung Ixodes (in Mitteleuropa v. a. I. ricinus) ubertragen wird. Eine Ubertragung uber Bluttransfusionen ist ebenfalls moglich. Bei gesunden Hunden im Raum Berlin/Brandenburg betrug die Seropravalenz in fruheren Untersuchungen 39,8 %. Ziel dieser Studie war es, die Ergebnisse aller PCR-Untersuchungen auf A. phagocytophilum sowie die vor jeder Blutspende erfolgten klinischen Untersuchungen und Laboruntersuchungen bei gesunden Blutspenderhunden zwischen 2006 und 2012 retrospektiv auszuwerten. Insgesamt 917 EDTA-Blutproben von 517 Blutspenderhunden wurden mittels real-time PCR auf das Vorkommen von A. phagocytophilum-DNA getestet . Dabei wurden 158 der Hunde mehrmals getestet (2- bis 11-mal, Median 3). Bei 21 der 917 (2,3 %) Blutproben von 21 Blutspenderhunden war die PCR positiv, hauptsachlich in den Monaten Juni (n = 8), Mai (n = 5) und Juli (n = 3), aber auch in funf weiteren Monaten. Keiner der getesteten Hunde war mehrfach positiv. Eine leicht erhohte Rektaltemperatur (≥ 39,0 °C) lag bei drei der 21 Hunde vor. Bei elf Hunden fielen geringgradige Laborwertveranderungen auf: Thrombozytopenie (n = 3), Leukozytose (n = 2), Leukopenie (n = 2), Anamie (n = 1), Hyperproteinamie (6 von 18 getesteten Hunden). Im Hinblick auf die Laborwertveranderungen gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den PCR-positiven und PCR-negativen Blutproben. Da 2,3 % der Blutproben gesunder Blutspenderhunde PCR-positiv fur A. phagocytophilum waren, sollten alle Blutspender in endemischen Gebieten das ganze Jahr uber auf das Vorkommen von A. phagocytophilum-DNA im Blut getestet werden.

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