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Volontarisme et rationalité d'Etat: L'exemple de la politique de la ville
Author(s) -
Gérard Chevalier
Publication year - 1996
Publication title -
revue française de sociologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.237
H-Index - 32
eISSN - 1958-5691
pISSN - 0035-2969
DOI - 10.2307/3322095
Subject(s) - political science , humanities , art
Gerard Chevalier : Staatswillen und Staatsrationalitat. Das Beispiel der Stadtpolitik. Die Untersuchung der Begleitumstande beim Erscheinen der Stadtpolitik in Anschluss an den politischen Fuhrungswechsel von 1988 erlaubt die Feststellung, dass die Inkraftsetzung dieser Politik andere Zwecke erfullen sollte, als lediglich bis dahin auf der Ebene der Stadtviertel vorliegende Vorgehensweisen auszuweiten. Es ging auch darum eine Wahldynamik auszunutzen, eine stadtische und moralische Leseart der sozialen Probleme glaubhaft zu machen und die jeweiligen stadtischen Politiken zu uberwachen. Diese versteckten Zwecke standen am Anfang eines Erarbeitungs- und Inkraftsetzungsprozesses, der einer fortdauernden politischen Denkweise entsprach, ohne Zogern und Richtungswechsel. Ebenso war die Handlungsabsicht der Delegation Interministerielle des Villes (Interministerielle Delegation der Stadte), die Stadtverwaltungen zur Reproduktion der Kategorien der offiziellen Redeweisen anzuhalten (Solidaritat, globale Aktion, Kampf gegen Ausschluss), mittels formaler vertragsmassiger Verbindlichkeiten. Es zeigt sich jedoch, dass diese Strategie zu einer transaktionellen Verbindung mit der Peripherie fuhrte, in der die Ideologiekonformitat der stadtischen Verpflichtungen dem Nebel des tatsachlichen Inhalts gegenuberstand. Die Auswirkungen dieser Politik wurden unterschiedlich aufgenommen, was zu Fragen uber die Kriterien der offentlichen Rationalitat im Falle einer Willenspolitik Anlass ist. Die Gegenuberstellung der hier vorgeschlagenen Analyse mit dem sogenannten Modell der « begrenzten Rationalitat » unterstreicht die vorherrschende Rolle des ideologischen Rahmens zur Definition der Handlungs- und Perzeptionskriterien der Aktoren und gleichzeitig die Grenzen einer auf utilitaristische Postulate gegrundeten Naherungsweise.

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