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Grundprobleme einer hermeneutik der leiblichkeit in zeiten der transformation des menschlichen Körpers
Author(s) -
Klaus Wiegerling
Publication year - 2014
Publication title -
filozofija i drustvo
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.116
H-Index - 1
eISSN - 2334-8577
pISSN - 0353-5738
DOI - 10.2298/fid1404050w
Subject(s) - philosophy , humanities
Die Transformation des menschlichen Korpers durch bio- und informationstechnologische Aufrüstungen stellt die Auslegung unseres Leibes vor eine Herausforderung. Der Leib als Vermittlungskatego- rie zwischen Natur und Kultur kann nicht in der Dritten-Person-Perspektive erfasst werden, da er nur in einer Teilhabe-Perspektive, allerdings als histo- rische Entitat gegeben ist. Mit der Aufrüstung des menschlichen Korpers und der Transformation des Menschen zu einem posthumanen Wesen geht eine Entindividualisierung einher. Hermeneutik fordert vom Auslegenden die Positionierung zur zu verstehenden Sache und vermittelt zwischen All- gemeinheit und Besonderheit. Sie steht damit immer ein Stück neben der 50 Wissenschaft (De singularibus non est scientia), gewinnt dadurch aber auch\udLebensbedeutsamkeit. Hermeneutik als Teilhabehandlung zeichnet sich durch Positionierung, Vorgriff und Verweisung aus, hat als eine das Gegen- wartige in die Zukunft überschreitende Tatigkeit eine Orientierungsfunktion und benennt Grenzen wissenschaftlicher Weltauffassung. Solange der Leib noch Gegenstand von Verstehensprozessen ist, ist das posthumane Wesen noch nicht realisiert.\u

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