Radikale hermeneutik. Zur geschichtlichkeit der philosophie als sache des verstehens
Author(s) -
Andreas Luckner
Publication year - 2014
Publication title -
filozofija i drustvo
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.116
H-Index - 1
eISSN - 2334-8577
pISSN - 0353-5738
DOI - 10.2298/fid1404005l
Subject(s) - philosophy , humanities
Der Beitrag prüft die Frage nach der Verwiesenheit der Philosophie auf eigene Geschichte und wendet sich der geschichtsphiloso- phischen Antinomie der sog. teleologischen und historischen Sichtweisen.\udBeiden ist es gemeinsam, dass sie eine vergegenstandlichende Vorstellung von Geschichte haben. Die teleologische Sichtweise ist um die geschichtliche Kontinuitat bemüht und tendiert dogmatisch dazu, die einzige Wahrheit des geschichtlichen Geschehens zu sein. Die historische Position ist eine relativist- ische Sichtweise und ist bestrebt, die geschichtlichen Besonderheiten hervorzuheben. Beide Positionen schreiben dem Gegenstand „Geschichte“ blofi unterschiedliche Charakteristiken zu. Hier wird die These vertreten, dass das Verstehen etwa einer philosophischen Schrift als das Verstehen des offenen 5\udKontextes, in dem ein Interpretant steht, begriffen werden soll. Die Geschichte ist Produkt unserer Welt, nicht umgekehrt. Der Situationismus der so ver- standenen radikalen Hermeneutik ist aber nicht relativistisch. Die Interpretationen haben ihre Gültigkeit, nur insofern sie die Situation des Interpreten betreffen, d. h. insofern sie als Antworten auf bestimmte Fragen verstanden werden. Dem entspricht am ehesten eine genealogische Betrachtungsweise, die sich für die Herkunft der geschichtlichen Phanomene interessiert.\u
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