Die Zeit des menschlichen Lebens zur Sprache bringen. Altern und die narrative Refiguration der menschlichen Zeit durch Kalender, Generationenfolge und Spur
Author(s) -
Michael Coors
Publication year - 2014
Publication title -
zeitschrift für praktische philosophie
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 2409-9961
DOI - 10.22613/zfpp/1.1.9
Subject(s) - humanities , art , philosophy
Der Aufsatz geht der These nach, dass der Lauf der Zeit des menschlichen Lebens in Erzahlungen zur Sprache gebracht wird. Ausgehend von Paul Ricoeurs „Zeit und Erzahlung“ wird dargestellt, wie durch Erzahlungen die subjektive Zeiterfahrung neugestaltet (refiguriert) wird und wie Erzahlungen uber das eigene Leben (in Analogie zu historischen Erzahlungen) das subjektive Zeiterleben in den Horizont objektiver universaler Zeit eintragen. Die „Denkinstrumente“, anhand derer diese Verschrankung von subjektiver und objektiver Zeit – die nicht aufeinander zuruckfuhrbar sind –geschieht, sind Kalender, Generationenfolge und Spur. Vor dem Hintergrund dieser Zeittheorie kann das Altern des Menschen als Form des Lebens in der Zeit interpretiert werden und kommt als kalendarisches Altern, als soziales Altern und als standige Krisis der personalen Identitat in den Blick.
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom