Der Markt für Milch und Milcherzeugnisse
Author(s) -
Sabine Gerlach,
Achim Spiller,
Christian Wocken
Publication year - 2008
Publication title -
german journal of agricultural economics
Language(s) - German
DOI - 10.22004/ag.econ.96740
Der folgende Beitrag skizziert zentrale Entwicklungslinien auf dem deutschen und internationalen Milchmarkt. Da sich Lebensmittelmarkte in ihrer Dynamik haufig nur noch mit einem stufenubergreifenden Blick erklaren lassen, folgt die Gliederung der Wertschopfungskette – von Verbraucherpraferenzen bis zur landwirtschaftlichen Produktion. Das Jahr 2004 war durch gegensatzliche Trends gekennzeichnet. So deuten einige Entwicklungen auf eine weitere Verscharfung des Wettbewerbs und eine Verschlechterung der Geschaftsbeziehungen zwischen der Landwirtschaft und den nachgelagerten Stufen hin. Die verstarkte Tatigkeit des Bundes deutscher Milchviehhalter (BDM) richtet sich zum Beispiel explizit gegen die Molkereien. Im Vordergrund steht der Versuch, im Sinne einer Gegenmachtbildung Milchmengen zu bundeln, um auf dem (Spot-)Markt bessere Erlose fur die kooperierenden Landwirte zu erzielen. Auch die offentlichkeitswirksamen Aktionen von berufsstandischen landwirtschaftlichen Organisationen gegen einzelne Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) („faire Milchpreise“) zeigen, dass sich erheblicher Unmut in der Branche aufgebaut hat. Im Gegensatz dazu stehen die gestiegenen Chancen fur eine hohere Wertschopfung durch die wachsende Bedeutung von Premiumsegmenten. Erstmals seit mehreren Jahren verringert sich das Wachstum der Discounter und Handelsmarken. Innovationen und profilierte Marken konnten Marktanteilsgewinne erzielen. Den Ursachen fur diese unterschiedlichen Entwicklungen soll im folgenden Beitrag nachgegangen werden.
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