Die Rolle Alternativer Wohlstandsindikatoren Bei Der Begutachtung Der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Reprint Eines Gutachtens Für Den Sachverständigenrat Zur Begutachtung Der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Vom September 1972
Author(s) -
Hans-Juergen Krupp,
Wolfgang Zapf
Publication year - 2011
Publication title -
ssrn electronic journal
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 1556-5068
DOI - 10.2139/ssrn.1808617
Subject(s) - political science
Der Deutsche Bundestag hat Ende 2010 eine Enquete-Kommission zum Thema „Wachstum, Wohlstand und Lebensqualitat“ eingerichtet, die ihre Arbeit Anfang 2011 aufgenommen hat und die bis zum Ende der Legislaturperiode einen Bericht und Empfehlungen abgeben soll. Eine wesentliche Aufgabe dieser Kommission, der 17 Abgeordnete und 17 sachverstandige Mitglieder angehoren, ist die Diskussion und Erarbeitung „alternativer Wohlstands-Indikatoren“, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP, im Englischen: GDP) als politische Zielgrose erganzen oder ersetzen konnen. Damit ist die Thematik dieser Enquete-Kommission eng mit der Weiterentwicklung der amtlichen Statistik und der gesamten Forschungs-Infrastruktur in den Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften verbunden. Die Arbeitspapier-Reihe des RatSWD, die insbesondere der Diskussion der konzeptionellen und organisatorischen Weiterentwicklung von Statistik und Forschungsinfrastruktur dient, wurde deswegen ausdrucklich fur Beitrage geoffnet, die sich mit methodischorganisatorischen Fragen alternativer Wohlstandsindikatoren beschaftigen. Das erste Arbeitspapier zur Indikatoren-Thematik wurde von Sonja C. Kassenbohmer und Christoph M. Schmidt (RatSWD Working Paper Nr. 167: Beyond GDP and Back: What is the Value-Added by Additional Components of Welfare Measurement?) geschrieben. Christoph Schmidt ist Prasident des RWI Essen, Mitglied im Sachverstandigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und auch sachverstandiges Mitglied in der Enquete-Kommission. Das hier vorliegende Arbeitspapier ist ein Nachdruck eines Gutachtens fur den Sachverstandigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus dem Jahr 1972. Das ursprungliche Manuskript ist also nahezu 40 Jahre alt. Aber der Nachdruck dieses Gutachtens lohnt sich, da es sich mit methodischen und organisatorischen Fragen „alternativer Wohlstandsindikatoren“ beschaftigt, die heute noch bzw. wieder aktuell sind. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang auch auf ein Gutachten, das Wolfgang Zapf 1975 fur die „Kommission fur wirtschaftlichen und sozialen Wandel“ schrieb (W. Zapf, Sozialberichterstattung: Moglichkeiten und Probleme, Gottingen 1976: Verlag Otto Schwartz & Co). Der hier abgedruckte Text wurde nie in der Original-Form des Gutachtens veroffentlicht. Er wurde von zwei Pionieren der Sozialindikatoren-Bewegung in Deutschland geschrieben: Hans-Jurgen Krupp und Wolfgang Zapf, die 1972 als Professoren fur Volkswirtschaftslehre (an der Johann Wolfgang Goethe Universitat in Frankfurt am Main) und Soziologie (an der Universitat Mannheim) tatig waren. Beide waren Leiter des SPES-Projektes; einem hoffnungsvollen DFGProjekt uber ein „SozialPolitisches Entscheidungs- und Indikatoren-System“. Aus dem SPES-Projekt ist der DFG-Sonderforschungsbereich „Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik“ (1979 bis 1990) hervorgegangen, der wiederum u. a. die Grundlagen fur den RatSWD legte. Und Hans-Jurgen Krupp und Wolfgang Zapf haben auf verschiedene Art und Weise zu den Grundern des „Rats fur Sozial- und Wirtschaftsdaten“ gehort.
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