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Analyse und Beurteilung von Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache im Sprachenzentrum der Staatlichen Schota Rustaveli Universität Batumi
Author(s) -
Neli Akhvlediani
Publication year - 2018
Publication title -
journal of foreign languages cultures and civilizations
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2333-5890
pISSN - 2333-5882
DOI - 10.15640/jflcc.v6n1a3
Subject(s) - humanities , political science , philosophy
Heutzutage ist das Angebot an Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache vielfältig. Lehrwerke sind das Handwerkzeug für Unterrichtende. Sie spielen eine wesentliche Rolle im Fremdsprachenunterricht und helfen auch den LehrerInnen, den Unterricht zu strukturieren. „Lehrwerke sind das zentrale Medium in der Praxis des Fremdsprachenunterrichts, eine wichtige Schnittstelle zwischen Lehrer, Lerner und der fremden Sprache” (Zwick, 1996). Aber manche Lehrwerke entsprechen den kommerziellen Interessen und können fachliche Qualitätskriterien nur bedingt erfüllen. Demzufolge ist eine größte Herausforderung bei der Auswahl eines Lehrwerks, das passende für seinen Lernenden zu finden. Im Sprachenzentrum der SchotaRustaveli Universität Batumi ist es notwendig, lehrmaterialanalytische Herangehensweise, die die Rolle von Lernmaterial und Lehrwerken im Lernprozess klärt und detailliert untersucht. Im Beitrag werden die Stärken und Schwächen von Lehrwerken Begegnungen und Menschen durch die empirische Untersuchung und Erfahrungen aus eigener Lehrpraxis gezeigt. Diese beiden Lehrwerke sind im obengenannten Sprachenzentrum eingeführt worden und deshalb sind das Gegenstand der Untersuchung. Einführung Seit dem Jahr 2000 erscheinen stetig neue Lehrwerke auf dem Markt. Mit den Sprachbüchern leichter umgehen zu können, war es damals sehr populär, für die Lehrkräfte Fortbildungen zu organisieren. Diese Veranstaltungen waren für die Lehrkräfte sehr beliebt, aber sie waren in erster Linie Werbekampagnen der Verlage. Die Vorstellung der Lehrwerke und die Fortbildungen der Verlage sind auch heute noch beliebt und populär, denn hier können die Fremdsprachenlehrer/Innen die neuen Lehrbücher in die Hand nehmen und sie durchblättern. Aber in der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung sollte viel mehr Wert auf die Lehrwerkauswahl und Lehrwerkanalyse gelegt werden. Demzufolge wurden zahlreiche Kriterienlisten (B.Kast, H. Barkowski, J. Krumm, U. Engel, G. Neuner) zusammengestellt, aufgrund derer es möglich ist, die Lehrwerken einer systematischen Analyse zu unterziehen. Die Wichtigkeit des Kriterienkatalogs liegt darin, dass die Lehrkräfte im Sprachenzentrum aufgrund der Fragen leichter entscheiden können, ob das ausgewählte Lehrwerk ihrer Lerngruppe, und ihren Zielsetzungen entspricht oder nicht. Schlüsselwörter: Lehrwerkanalyse, Lehrwerkkritik, GER, Lehrwerke für DaF. Ziel Ziel des vorliegenden Artikels ist es, die im Sprachenzentrum der Universität Batumi aktuelle Lehrwerke: Begegnungen und Menschen zu analysieren und festzustellen, ob sie den Lernwünschen, -bedürfnissen und möglichkeiten konkreter Lerngruppen entsprechen.Um feststellen zu können, ob mit den Lehrwerken die Zielsetzungen des Deutschkurses erreicht werden können, bedarf es genauer Untersuchungen. Das Gebiet (die Lehrwerkkritik, die Lehrwerkanalyse, die Lehrwerkforschung) wurde bisher im Sprachenzentrum vernachlässigt. 1Associate Professor, Staatliche Schota Rustaveli Universit ät Batumi, Zentrum für Sprachen und IT, Neli.akhvlediani@yahoo.de, +995599050452 26 Journal of Foreign Languages, Cultures and Civilizations, Vol. 6, No. 1, June 2018 Die zentrale Frage lautet also, wie man feststellen kann, ob ein Lehrwerk für den Deutschkurs im Sprachenzentrum der Universität Batumi optimal genutzt werden kann oder nicht. Das zentrale Problem des Artikels ist die Durchführung der empirischen Forschungen zur Untersuchung der Effektivität der Lehrbücher Begegnungen undMenschen. Bei der Lehrwerkanalyse konzentriere ich mich darauf, ob der Inhalt der Lehrwerke in Übereinstimmung mit demgemeinsamen europäischen Referenzrahmen steht. Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) stellt eine gemeinsame Basis dar für die Entwicklung von zielsprachlichen Lehrplänen, curricularen Richtlinien, Prüfungen, Lehrwerken usw. in ganz Europa. Er beschreibt umfassend, was Lernende lernen müssen, um in der Lage zu sein, kommunikativ erfolgreich zu handeln. Die Beschreibung deckt auch den kulturellen Kontext ab, in den die Sprache eingebettet ist. Der Referenzrahmen definiert auch Kompetenzniveaus, sodass man Lernfortschritte lebenslang und auf jeder Stufe des Lernprozesses messen kann. (Europarat/Goethe Institut 2001: 14). Im Vorwort der Lehrwerke Begegnungen und Menschen steht, dass die obengenannten Lehrwerke die Lernenden zu den entsprechenden Sprachniveaus des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens führen und auf die gängigen Prüfungen der jeweiligen Sprachniveaus vorbereiten. Um feststellen zu können, wie gut die beiden Lehrwerke den Kriterien des GERs entsprechen und gute Ergebnisse in den Lerngruppen der Universität Batumi aufweisen, bedarf es genauer Untersuchungen. Lehrwerkanalyse Die Lehrwerksanalyse dient als wichtiges Mittel für die Auswahl und Verwendung eines Lehrwerks im Unterricht. Die Lehrwerksanalyse war und ist ein bedeutendes Forschungsziel der Fremdsprachendidaktik. Zu den beitragenden Werken beziehungsweise Artikeln gehören: „Mannheimer Gutachten zu ausgewählten Lehrwerken Deutsch als Fremdsprache“(1977) von Engel/Krumm; „Brünner Kriterienkatalog zur Beurteilung von Lehrwerken für den Deutschunterricht in tschechischen Grundschulen und Gymnasien“(1977) von Jenkins; „Stockholmer Kriterienkatalog zur Beurteilung von Lehrwerken des Faches Deutsch als Fremdsprache in den nordischen Ländern“ (1985), Universität Uppsala/ Goethe-Institut Stockholm; „Deutsch für ausländische Arbeiter. Gutachten zu ausgewählten Lehrwerken“ (1986) von Barkowski;„Fragen zur Beurteilung von Lehrwerken in Kursen, die vom Sprachverband Deutsch für ausl. Arbeitnehmer gefördert werden“ (1990) von Gadatsch; „Analyse und Kritik koreanischer Schulbücher für den Deutschunterricht“ (1991) von Hyung-Uk Shin; „Lehrwerkanalyse aktueller südkoreanischer Lehrbücher für den Deutschunterricht“ (1993) von Chun Ohk Kim; „Abdruck verschiedener Kriterienlisten“ (1994) von Kast; „Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache“ (1998) von Schloßmacher u.a. Forschungsmethoden Die Lehrwerkanalyse erfolgte nach quantitativen Methoden, mit denen man bestimmte messbare Einheiten des Lehrwerks ermittelt und vergleicht.Es wurde das schon eingeführte Lehrwerk Menschen mit dem bisherigen Lehrwerk Begegnungen vergliechen.Die Lehrende haben die von mir modifizierte Kriterienliste von Hermann Funk in Form schriftlicher Aussagen bekommen, durch die sie die obengenannten Lehrwerke analysiert und bewertet haben. Anschließend wurde auch die experimentale Methode verwendet, die die Effekte der genutzten Lehrwerke in den Lerngruppen und die Ergebnisse bei Lernenden untersucht. Beschreibung der Zielgruppe Im Fokus dieses Artikels steht die Beschreibung der Zielgruppe. Die Befragung wurde ausschließlich mit Lehrkräften durchgeführt, die mit dem Lehrwerk Begegnungen und Menschen arbeiten. Insgesamt wurden acht Personen befragt. Es nahmen ausschließlich Lehrkräfte teil, die an der Universität Batumi als Dozentinnen für Deutschals Fremdsprache tätig sind und StudentInnen der gleichen Universität, die zwischen 19 und 24 Jahre alt sind. Keiner davon hatte Vorkenntnisse in Deutsch. Es wurde zwei Gruppen gebildet. In der ersten Gruppe wurden 17 Studierende unterrichtet und das Lehrwerk Begegnungen eingeführt. In der zweiten Gruppe befanden sich 19 Studierende, die das Lehrwerk Menschen verwendeten. In beiden Gruppen haben die Studierenden in einem Semester den Deutschkurs mit 105 akademischen Stunden gemacht.

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