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Narrative der Integration und Assimilation im Film
Author(s) -
Özkan Ezli
Publication year - 2013
Publication title -
kultur- und medientheorie
Language(s) - German
Resource type - Book series
eISSN - 2702-9999
pISSN - 2703-0016
DOI - 10.14361/transcript.9783839418888.189
Subject(s) - assimilation (phonology) , history , philosophy , linguistics
Wir schreiben das Jahr 1987 und der Hauptdarsteller Jan (Uwe Bohm) hat sich in Hark Bohms bekanntem Film Yasemin in die Hauptdarstellerin, in die 17-jahrige Deutsch-Turkin Yasemin (Ayse Romey) verliebt. Er wird irgendwann gegen Ende des Films Turkisch lernen, um ihr naherzukommen, um sie besser zu verstehen. Jedoch weis bis dahin jeder aufmerksame Filmzuschauer, dass dieses Vorhaben nicht wirklich notig ist, denn Yasemin spricht im Film kaum Turkisch, dafur aber ein akzentfreies perfektes Deutsch, tragt kein Kopftuch, ist im Judoverein aktiv, will Kinderarztin werden und verhalt sich, diese Attribute zusammengenommen, selbstbewusst und modern. Man konnte sie kognitiv und strukturell als assimiliert bezeichnen. Warum Jan unter diesen Umstanden Turkisch lernt, ist entweder als eine rein symbolische Geste gegenuber Yasemin zu verstehen oder aber sie hangt mit einer Form der Kulturalisierung und Folklorisierung zusammen, die weit uber die Bedurfnisstruktur der Beziehung, aber auch uber die der dargestellten turkischen Familie in Yasemin hinausgeht.

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