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Eine seltene Ursache pulmonaler Rundherde
Author(s) -
Michael Tsuyoshi Chew,
Eric Chak,
Karen Matsukuma
Publication year - 2018
Publication title -
kompass pneumologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2296-0317
pISSN - 2296-0368
DOI - 10.1159/000485004
Subject(s) - medicine , gynecology
Morbus Crohn ist eine chronische idiopathische Autoimmunerkrankung, die hauptsächlich den Gastrointestinaltrakt (GIT) befällt. Charakteristisch für die Erkrankung ist eine transmurale Entzündung, die überall im Verdauungstakt vom Mund bis zum After auftreten kann. Darüber hinaus sind bei M. Crohn nicht selten extraintestinale Manifestationen (EIM) zu beobachten, die nahezu alle Organsysteme betreffen können. Schätzungen zufolge kommt es bei bis zu 36% der M. Crohn-Patienten zu EIM, allerdings schwanken die Angaben zur Inzidenz und Prävalenz der Lungenbeteiligung in der Literatur stark, mit Werten von teilweise nur 0,4%. Es gibt nur wenige Fallberichte über pulmonale Manifestationen, da diese oftmals übersehen werden, insbesondere dann, wenn die respiratorischen Symptome vor Diagnose der gastrointestinalen Manifestationen aufgetreten sind, so wie im vorliegenden Fall. Eine 44-jährige ansonsten gesunde Frau stellte sich mit unspezifischen respiratorischen Beschwerden und rezidivierenden Pneumonien vor. In den mitgebrachten Computertomographie-Aufnahmen war eine diffuse, migratorische noduläre und konsolidierende parenchymale Lungenerkrankung zu erkennen; die infektiologische und rheumatologische Untersuchung war weitgehend unauffällig. Die Lungenbiopsie ergab nekrotisierende und nicht-nekrotisierende Granulome, sodass der Verdacht auf eine Sarkoidose aufkam. In den anschließenden bildgebenden Untersuchungen fand sich als Zufallsbefund eine Geschwulst im Caecum. Die Biopsie der Caecum-Geschwulst zeigte eine akute Kryptitis, einen Kryptenabszess und ein einzelnes schwach ausgebildetes Granulom, die auf M. Crohn hindeuteten. Im vorliegenden Bericht stellen wir eine Patientin vor, deren pulmonale Manifestationen schließlich zur Diagnose M. Crohn führten. Übersetzung aus Case Rep Gastroenterol 2016;10:633-639 (DOI: 10.1159/000452198)

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