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Begleitung von Patienten mit Angststörungen in der ambulanten Pflege
Author(s) -
Beate Kierey
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000484312
Subject(s) - medicine
sammlungen, beim Fahren in Verkehrsmitteln oder beim Reisen allgemein. Das Vermeidungsverhalten kann zu häuslicher Isolierung führen. Menschen mit einer sozialen Phobie haben Angst, im Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Symptome wie Herzklopfen, Zittern, Schwitzen, der Drang zum Wasserlassen, Erröten und Übelkeit können dabei auftreten. Menschen mit spezifischen Phobien haben die Furcht vor bestimmten Objekten oder Situationen – wie z.B. Höhenangst oder Angst vor speziellen Tieren wie Spinnen oder Hunden. Die Angst vor einem Aufenthalt in geschlossenen Räumen wird dabei als Klaustrophobie bezeichnet. Da spezifische Phobien weit verbreitet sind, wird eine Diagnose nur gestellt, wenn ein erheblicher Leidensdruck besteht. Menschen mit Panikstörung dagegen leiden unter wiederholten Panikattacken, die unvermittelt und nicht durch eine bestimmte Situation hervorgerufen werden. Kennzeichnend für Panikstörungen sind plötzlich eintretende Angst, Herzklopfen, Schwindel, Brustschmerz, Erstickungsgefühl usw. Bei einer generalisierten Angststörung spüren die Menschen eine allgemeine und anhaltende Angst, die nicht situationsgebunden ist. Der Mensch macht sich viele Sorgen, hegt unrealistische Befürchtungen und ist häufig angespannt und vegetativ übererregt. Laut Rolf Heine [1] erkranken 15% der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Angststörung – darunter Frauen doppelt so häufig wie Männer. Angst ist ein besonderes Gefühl der Seele. Sie erhöht als existenzielle Notwendigkeit die Wachsamkeit in vermeintlich oder tatsächlich gefahrvoller Situation. Angst kommt auf, wenn das «Ich-Gefühl» von einer plötzlichen und unangenehmen Situation, die sich als bedrohlich manifestiert, herausgefordert wird. Wie erleben wir Angst? Spürbar wird, dass die innere Ruhe verloren geht sowie die allgemeine Aufmerksamkeit abnimmt und sich eher auf wenige Objekte einengt. Man kann auch sagen, dass das «Ich» im Leib versinkt und keinen Halt mehr in sich selbst findet. Ein inneres Zittern entsteht, weiche Beine werden spürbar, der Wille und die eigene Handlungsfähigkeit sind eingeschränkt. Der Atem ist erschwert, das Herz beginnt rasch zu schlagen, Schwindel erfasst den gesamten Menschen.

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