Unerwünschte Wirkungen von Biologika bei Psoriasis
Author(s) -
Stephen J. Lockwood,
Lisette M. Prens,
Alexa B. Kimball
Publication year - 2017
Publication title -
kompass dermatologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2296-536X
pISSN - 2296-5424
DOI - 10.1159/000481335
Subject(s) - gynecology , medicine
Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, von der weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Die Erkrankung ist nicht nur für sich selbst genommen sehr belastend und kann die Lebensqualität verringern, sondern sie stellt auch einen Risikofaktor für weitere systemische Erkrankungen dar, z.B. metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre und maligne Erkrankungen. In der Behandlung der Psoriasis wurden im mittleren bis späten 20. Jahrhundert bahnbrechende Fortschritte erzielt, unter anderem durch die Entwicklung von topischen Kortikosteroiden und Vitamin-D-Analoga sowie Methotrexat, systemischen Retinoiden und Phototherapie. Doch erst 2004, mit dem Aufkommen der Biologika - neuartiger systemischer biologischer Arzneimittel, die sehr spezifisch gegen bestimmte Zielstrukturen des Immunsystems gerichtet sind -, wurde das Ansprechen laut PASI (Psoriasis Area and Severity Index) als Maßstab für das Hauptziel der Behandlung von einer Verbesserung um 50% (PASI 50) auf PASI 75, PASI 90 und sogar PASI 100, d.h. die vollständige Rückbildung der Hautläsionen, angehoben. Heute erreichen viele Patienten mit einer Biologika-Therapie routinemäßig eine Verringerung der kutanen Krankheitslast um 75% oder 90% und eine signifikante Verbesserung ihrer Lebensqualität insgesamt. Biologika sind im Allgemeinen gut verträglich und sicher, doch wie jedes Arzneimittel sind auch sie mit unerwünschten Wirkungen assoziiert. Einige dieser unerwünschten Wirkungen können anhand von Effekten der Immunmodulation, von Tiermodellen sowie von menschlichen Populationen mit bekannten Zytokindefizienzen vorhergesagt werden. Im nächsten Schritt ist es wichtig, sowohl in klinischen Studien als auch in Registern zur Anwendungsbeobachtung die Sicherheitsprofile dieser Wirkstoffe sorgfältig zu überwachen, um die Langzeitsicherheit zu bestätigen. Erfreulicherweise bescheinigen die großen Sicherheitsregister den neu hinzugekommenen bzw. hinzukommenden Biologika ein verbessertes Sicherheitsprofil. Übersetzter Auszug aus Curr Probl Dermatol. Basel, Karger, 2018, vol 53, pp 1-14 (DOI: 10.1159/000478072)
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