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Einstellung von Ärzten gegenüber Komplementärmedizin in einer ländlichen Region der Schweiz: Ergebnisse einer Umfrage
Author(s) -
Gudrun Marszalek,
Loredana Torchetti,
Jürgen Barth,
Ursula Wolf,
Martin Frei-Erb
Publication year - 2017
Publication title -
complementary medicine research
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.238
H-Index - 38
eISSN - 2504-2106
pISSN - 2504-2092
DOI - 10.1159/000480332
Subject(s) - gynecology , political science , medicine
Fragestellung: Im Zusammenhang mit der Einführung ambulanter KM-Sprechstunden am Regionalspital Burgdorf wurde die ärztliche Einstellung zu Komplementärmedizin (KM) untersucht. Weiterhin wurden der Anteil der Ärzte mit KM-Angeboten im Versorgungsgebiet des Regionalspitals, deren KM-Erfahrungen sowie der Einfluss dieser Erfahrungen auf die Einstellung gegenüber KM untersucht. Material und Methoden: Alle Ärzte jeglicher Fachrichtung (n = 170) im Versorgungsgebiet wurden 2011 und 2012 schriftlich zu ihrer Einstellung gegenüber KM (Befürwortung/Ablehnung und Ambivalenz), ihrem KM-Angebot und ihren KM-Erfahrungen befragt (Rücklaufquote 45% bzw. 36%). Ergebnisse: Die Einstellung gegenüber KM war im Durchschnitt neutral (M = 2,47, Standardabweichung (SD) = 0,61; Befürwortung von KM von 1 = «stimme völlig zu» bis 4 = «stimme überhaupt nicht zu») und klar (M = 1,59, SD = 0,46; Einstellungsambivalenz von 1 = «habe klare Meinung» bis 4 = «bin mir sehr unsicher in meiner Meinung»). Die höchste Zustimmung erhielten die Forderungen nach wissenschaftlicher Untersuchung der KM (M = 2,10, SD = 0,95) und nach zertifizierter ärztlicher KM in der Grundversicherung (M = 2,53, SD = 1,15). Knapp ein Drittel der Ärzte bot KM an, und 77% bzw. 69% überwiesen Patienten zu KM-Behandlungen. Die wichtigsten Prädiktoren der KM-Befürwortung waren eine zertifizierte KM-Ausbildung und unerwartete positive bzw. negative Verläufe unter einer KM-Behandlung (R22011 = 0,44, p < 0,001). 25% der Ärzte hatten Erfahrungen mit der neuen KM-Sprechstunde, die überwiegend positiv waren. Schlussfolgerung: Die teilnehmenden Ärzte aus einer ländlichen Region der Schweiz zeigten im Durchschnitt eine neutrale und klare Einstellung zur KM, die sich im eigenen KM-Angebot bzw. in der Überweisungspraxis spiegelte.

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