Physikalische Therapie: Extreme Kälte für schwere chronische Krankheiten
Author(s) -
Jean-Michel Jeannin
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000478871
Subject(s) - medicine
stand von 3 Monaten in drei Zyklen an 2 × 5 Tagen einer Woche (Montag–Freitag) in der Kältekammer behandelt. Während des dritten Zyklus erhielten die Patienten zusätzlich 10 mg Melatonin täglich. Die Patienten der Kontrollgruppe wurden einem einzigen Behandlungszyklus in der Kältekammer unterzogen und erhielten kein Melatonin. Alle Parameter waren in der Kontrollgruppe nach der Kältekammerbehandlung unverändert. In der behandelten Gruppe zeigte sich eine Erhöhung des Gesamt-Antioxidantien-Status. Diese Erhöhung war nach der Gabe von Melatonin deutlich stärker ausgeprägt. Die Aktivität der SOD und der Katalase war nach den zwei ersten Zyklen unverändert, nach dem dritten Zyklus und der Gabe von Melatonin jedoch statistisch signifikant höher. Die Autoren folgern aus den Resultaten, dass eine Kältekammertherapie den oxidativen Stress bei MS-Patienten zu vermindern vermag, was den Verlauf der Krankheit günstig beeinflusst. Dieselben Autoren untersuchten die Wirkung einer Kältekammertherapie auf den antioxidativen Status von 12 depressiven und 10 nicht depressiven MS-Patienten [4]. Es zeigte sich, dass nach der Kältekammerbehandlung der Antioxidantien-Spiegel signifikant angestiegen war. Bei den depressiven Patienten war der Spiegel stärker angestiegen als bei den nicht depressiven Patienten. Die Wirkungsweise einer Kältetherapie wird nach Ansicht der Autoren noch wenig verstanden und soll weiterhin erforscht werden.
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