Physikalische Therapie: Die Ambivalenz des Lichts
Author(s) -
Jean-Michel Jeannin
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000476006
Subject(s) - die (integrated circuit) , philosophy , materials science , nanotechnology
Im Rahmen der Industrialisierung zogen viele Menschen in die Städte um, wo die Lichtexposition unter anderem wegen der Luftverschmutzung und der Bauweise der Wohnhäuser ungenügend war [1]. Eine frühe wissenschaftliche Beschreibung der Folge von Lichtmangel stammt von David Whistler, der in seiner Dissertation aus dem Jahr 1645 die Rachitis («Englische Krankheit») beschreibt [3]. Unter Rachitis wird eine Störung der Knochenbildung und des Knochenwachstums im Kindesalter verstanden [3]. Licht beeinflusst die Stimmung meistens positiv, und Lichtexposition, z.B. am Strand oder im Sonnenstudio, bräunt hellhäutige Menschen und vermittelt Glücksgefühle: Nach UV-A-Exposition fühlten sich die Probanden ausgeglichen, weniger nervös, stärker und mit ihrem Äusseren zufriedener. Zwar wurde eine durch die Haut vermittelte Erhöhung des Serotonins und Melatonins im Blut beobachtet, die aber nach Ansicht der Autoren die beobachteten psychischen Effekte nicht erklären konnten [4]. Lichtempfindliche (photosensible) nicht bildgebende Ganglienzellen der Netzhaut des Auges produzieren Melanopsin, das eine lichtabhängige Unterdrückung der Ausschüttung von Melatonin bewirkt. Melatonin seinerseits wirkt schlafanstossend [5].
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