Denosumab - erste Wahl bei der medikamentösen Therapie von Knochenmetastasen
Author(s) -
Hartmut Link
Publication year - 2017
Publication title -
kompass onkologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2296-5386
pISSN - 2296-5416
DOI - 10.1159/000455312
Subject(s) - gynecology , denosumab , medicine , osteoporosis
Einführung: Knochenmetastasen führen zu lokaler Knochenzerstörung und skelettalen Komplikationen. Bisphosphonate, insbesondere Zoledronsäure (ZS), spielen eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Knochenmetastasen. Einige Studien haben gezeigt, dass Denosumab skelettbezogene Ereignisse bei metastasierter Knochenerkrankung möglicherweise effektiver verzögern und verhindern kann als ZS. Daher haben wir die Sicherheit von Denosumab und ZS systematisch überprüft und bewertet. Methoden: In den Datenbanken PubMed, EMBASE, Cochrane Library, Web of Science with Conference Proceedings, Elsevier und China National Knowledge Infrastructure (CNKI) wurde eine Suche bis einschließlich Oktober 2015 durchgeführt. Zwei unabhängige Prüfer extrahierten anhand eines Standardprotokolls Daten aus jeder geeigneten Studie; zur Analyse und Bewertung der aus den entsprechenden Artikeln entnommenen Daten wurden sowohl Fixed-Effects- als auch Random-Effects-Modelle herangezogen. Ergebnisse: In die Auswertung wurden 6 randomisierte kontrollierte Studien mit 13 733 Patienten einbezogen. Das Auftreten unerwünschter Ereignisse war im Allgemeinen ähnlich in den Denosumab- und ZS-Gruppen, mit Ausnahme von Anämie und Anorexie bei Patienten mit Knochenmetastasen sowie Rücken- und Knochenschmerzen. Jedoch gab es beim Auftreten schwerwiegender unerwünschter Ereignisse wie Hypokalzämie, renale Nebenwirkungen und neue primäre Malignome einen signifikanten Unterschied zwischen den Denosumab- und ZS-Gruppen. Nur beim Auftreten von Osteonekrose des Kiefers zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Denosumab- und ZS-Gruppen von Patienten mit Knochenmetastasen. Schlussfolgerung: Bei Patienten mit Knochenmetastasen war Denosumab sicherer bei der Verzögerung bzw. Prävention von skelettbezogenen Ereignissen und verhinderte laut der vorliegenden Metaanalyse im Vergleich zu ZS eine Verschlimmerung der Schmerzen.
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