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Physikalische Therapie: Therapiemittel Licht - ausgewählte Themen
Author(s) -
Jean-Michel Jeannin
Publication year - 2016
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000452771
Subject(s) - art
gehörigen psychisch und sozial sehr belastend sein. Zudem ist das Risiko für eine Nahrungsmittelallergie, für Asthma, für eine allergische Rhinitis sowie für psychische Krankheiten erhöht. Gemäss aktuellstem Stand des Wissens handelt es sich bei der atopischen Dermatitis um eine lebenslange Veranlagung mit einer Störung der Barrierefunktion der Haut als zentralem pathogenetischen Faktor: Die Haut der Betroffenen wehrt Antigene und Keime weniger gut ab als die gesunde Haut [1]. Allergien und Infektionen (vornehmlich durch Staphylococcus aureus) sind häufige Folgen [1]. Die Veranlagung ist erblich. Erbgang und betroffene Gene sind derzeit noch unklar [2]. Im Ganzen wird die Krankheit noch wenig verstanden [1]. In 85% der Fälle manifestiert sich die Krankheit in den ersten 5 Lebensjahren und bildet sich in 40% der Fälle bis zum Erwachsenenalter zurück [2]. Die atopische Dermatitis gilt jedoch derzeit als nicht heilbar [1]. Die Grundbehandlung besteht in der Verabreichung von Präparaten, welche die Haut feucht halten und fetten. Exantheme werden mit Kortikosteroiden topisch sowie mit verschiedenen Modalitäten der Phototherapie und mit der physikalischen Komplextherapie behandelt. Systemisch werden Cyclosporine, Azathioprin, Mycophenolatmofetil und Methotrexat verabreicht [3]. Phytotherapeutisch können Johanniskrautöl lokal [4] sowie Nachtkerzenöl peroral [5] mit Erfolg angewendet werden (Abb. 3). 21 Patienten, die an einer schweren atopischen Dermatitis litten und stark wirksame Kortikosteroide benötigten, wurden nach 12 Wochen bisheriger Therapie während 12 Wochen dreimal pro Woche mit kurzwelligem UVBLicht behandelt und anschliessend noch 24 Wochen beobachtet (Follow-up). Am Ende der Behandlungsphase war der Schweregrad im Urteil des Prüfarztes und im Urteil der Patienten um 68% sowie der Gebrauch von Kortikosteroiden um 80% zurückgegangen. Am Ende der Follow-up-Periode war bei 6 Patienten der Schweregrad wieder auf dem Wert vor der Therapie. Die übrigen 15 Patienten benötigten weiterhin weniger Kortikosteroide. Einleitung

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