Physikalische Therapie: Therapiemittel Wärme und Kälte (2)
Author(s) -
Jean-Michel Jeannin
Publication year - 2016
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000443688
Subject(s) - materials science
In der Sauna gelangt das physikalische Therapiemittel «Wärmeträger» in Form von Luft zur Anwendung. Die typische Temperatur beträgt 90–95 ° C, die typische relative Luftfeuchtigkeit 5–10% und die Aufenthaltsdauer 5–20 min. Pilch et al. [2] verglichen in einer experimentelle Studie die kurzfristigen Wirkungen eines Saunabads auf trainierte Mittelstreckenläufer (n = 9) und untrainierte Männer (n = 9). Nach 15 min Aufenthalt kühlten sich die Probanden für die Dauer von 2 min unter der Dusche (19–20 ° C) ab. Dieser Vorgang wurde wiederholt, bis die Körpertemperatur, die alle 5 min gemessen wurde, um 1,2 ° C erhöht war. Der Cortisolspiegel stieg in beiden Gruppen signifikant an (p < 0,05). Die Zahl der Lymphozyten sowie der neutrophilen, basophilen und eosinophilen Granulozyten stieg in der Gruppe der trainierten Probanden jeweils signifikant an – im Unterschied zu den untrainierten Probanden, wo die Änderungen der erwähnten Parameter nicht signifikant waren. Demnach können trainierte Personen ihr Immunsystem mit einem Saunabad schneller als nichttrainierte Personen stimulieren [2]. Regelmässige Saunabäder führen somit auch zu einer Anregung der unspezifischen Immunreaktion [3]. Eine Saunasitzung bringt grosse plötzliche Temperaturunterschiede (von 100 ° C in der Kabine zu 5–10 ° C im Kaltwasserbecken) sowie eine plötzliche Zunahme der Luftfeuchtigkeit in der Kabine nach einem (meistens hyPublished online: 19. Januar 2016
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