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Phytotherapeutische Praxis bei Magen-Darm-Beschwerden im Kindesalter
Author(s) -
Ulrike Kastner
Publication year - 2016
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000442840
Subject(s) - medicine
«Bauchweh» ist ein sehr häufig von Kindern geäussertes Symptom, hinter dem sich von der milden Magen-DarmVerstimmung bis hin zum schwerwiegenden Krankheitsbild mit der Notwendigkeit einer chirurgischen Intervention vieles verbergen kann. Im Schulund Jugendalter kommt noch hinzu, dass die Symptome psychisch überlagert sein können und die exakte Diagnose nicht immer ganz einfach ist. Bei der Frage nach der richtigen, altersgerechten Therapie kommt das Wissen um die sehr hohe Selbstheilungsrate zum Tragen; viele Befindlichkeitsstörungen sind allein durch diätetische Massnahmen sowie Förderung einer ausgewogenen Ernährung und Bewegung heilbar. Als Spiegel unserer Zeit sind Bauchschmerzen zunehmend durch ungesunde, nicht kindgerechte Ernährung, Bewegungsarmut und ballaststoffarme Kost ausgelöst, abgesehen davon, dass die Inzidenz von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Sensibilitäten oder echten Allergien im Steigen begriffen ist. Die Phytotherapie bietet vor allem bei den moderaten bis milden Beschwerdebildern, wie z.B. virale Enteritis, Meteorismen, Dyspepsien und funktionelle Verdauungsbeschwerden, ein vielschichtiges Einsatzgebiet. Traditionelle Arzneipflanzen wie die Kamille, die Pfefferminze oder die Malve sind vor allem in der häuslichen Pflege in Verwendung. Zunehmend wird jedoch der Trend zur Einforderung von schneller Abhilfe beobachtet; das Kind soll möglichst bald wieder in Kinderbetreuungseinrichtungen integrierbar sein – Platz und Zeit für Selbstheilung bleiben da kaum noch. In diesem Zwiespalt unserer Zeit, zum einen die Suche nach dem «Natürlichen» und zum anderen der Wunsch nach möglichst schneller «Wiederherstellung» des «gesunden Kindes», steht nun die Phytotherapie mit all ihren Möglichkeiten und Grenzen, die es gerade bei Kindern zu berücksichtigen gilt. Alarmsymptome wie kritischer Flüssigkeitsverlust, drohende Exsikkose, ungewollter Gewichtsverlust sowie Anzeichen für ein akutes Abdomen dürfen dabei nicht übersehen werden. Bereits im frühen Säuglingsalter kann Johannisbrotmehl zum Andicken der Milchnahrung (Muttermilch oder For-

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