Liebe Leserin, lieber Leser,
Author(s) -
Bastian Schilling
Publication year - 2015
Publication title -
kompass dermatologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2296-536X
pISSN - 2296-5424
DOI - 10.1159/000436944
Subject(s) - dermatology , medicine
erfreulicherweise ist es in den letzten 5 Jahren zu erheblichen Innovationen in der Therapie des fortgeschrittenen Melanoms gekommen. Dabei sind die sogenannten Immun-Checkpoint-Blocker – also Moleküle, die die Antitumorimmunität induzieren und/oder verstärken können – von großem klinischem Interesse. Aus dieser Substanzklasse stehen zur Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms Ipilimumab, ein Anti-CTLA-4-Antikörper, und seit Ende Juni 2015 nun auch der erste AntiPD-1-Antikörper, Nivolumab, zur Verfügung; sie sind jeweils als Monotherapie des fortgeschrittenen Melanoms zugelassen. Die Zulassung eines weiteren Anti-PD-1-Antikörpers, Pembrolizumab, wird erwartet. Über das Melanom hinaus konnte für die PD-1-Blockade eine Wirksamkeit in weiteren soliden und nichtsoliden malignen Tumoren gezeigt werden. Der in dieser Ausgabe des KARGER KOMPASS DERMATOLOGIE enthaltene Übersichtsartikel von Romano und Michielin gibt einen präzisen Einblick in die Wirkungsweise der Immun-Checkpoint-Blockade und beleuchtet zudem auch die zielgerichtete Therapie bei Melanompatienten mit Nachweis der Mutation V600E in BRAF (deutsche Übersetzung siehe S. 65). Auch wenn die PD-1-Blockade in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Ansprechrate Ipilimumab überlegen ist, muss bedacht werden, dass Ipilimumab nachweislich zu langfristigem Ansprechen und Überleben bei Melanompatienten führen kann. Für die PD-1-Blockade fehlen diese langfristigen Daten aktuell noch. Dass die Blockade von CTLA-4
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