Physikalische Therapie: Therapiemittel Wasser (1)
Author(s) -
Jean-Michel Jeannin
Publication year - 2015
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000381369
Subject(s) - humanities , philosophy , art , physics
(Toleranztemperatur), beträgt im Wasser 44–45 ° C. Wärmeträger werden umso besser vertragen, desto weniger Wasser sie enthalten (Moorpackung 46–47 ° C, Paraffin 51–52 ° C). Wärme bewirkt eine Erhöhung der Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens, senkt den Muskeltonus und die Muskelerregbarkeit; plötzliche Hitze bewirkt eine Gefässkontraktion, langsam einwirkende Wärme hingegen eine Gefässdilatation [1]. Eine leichte Hyperthermie (38–39 ° C) stimuliert Mechanismen der Immunabwehr [4]. Wärme erhöht die Dehnbarkeit von kollagenreichen Geweben wie Sehnen, Faszien und Gelenkkapseln. Gleichzeitig wird die Viskosität der Gelenkflüssigkeit vermindert. Dies sorgt für eine Erweiterung des Bewegungsumfangs der betreffenden Gelenke [2]. Der hydrostatische Druck beeinflusst hauptsächlich das Niederdrucksystem des Kreislaufs, d.h. Kapillaren, Venen und Lymphgefässe. Das Blut wird in den Thorax verschoben, was eine Steigerung des Herzschlagvolumens und der Blutdruckamplitude zur Folge hat [1, 4]. Taucht der Körper bis zur Schulter in das Wasser ein, kann ein Volumen von 300–500 cm3 verschoben werden, was in letzter Konsequenz zu einer Mehrbelastung des linken Herzens führt. Ein schneller Ausstieg aus dem Wasser kann zu einem orthostatischen Kollaps führen [1]. Der Aufenthalt im Wasser fördert die Diurese [1, 4, 5]. Einleitung
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