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Die sechste Welle der Verhaltenstherapie: Biografie und Konstitution
Author(s) -
Michael Linden
Publication year - 2014
Publication title -
verhaltenstherapie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.219
H-Index - 23
eISSN - 1423-0402
pISSN - 1016-6262
DOI - 10.1159/000369643
Subject(s) - psychology , philosophy
Zur Bestimmung dessen, was Verhaltenstherapie (VT) ist, sind in diesem Heft 2 Beitrage von grundsatzlicher Bedeutung: Im Beitrag von Ulrich Schweiger zum Verfahren «Verhaltenstherapie» wird eine Definition von VT in Anlehnung an die Formalvorgaben des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie gegeben. In Erganzung dazu ist die Ubersichtsarbeit von Ulrike Ehlert und Pearl La Marca-Ghaemmaghami zur Exploration von pranatalem Stress fur die Therapieindikation von besonderem Interesse, da darin gezeigt wird, wie sich VT theoretisch und therapeutisch weiterentwickelt, ohne dass deswegen das Verfahren «Verhaltenstherapie» infrage gestellt werden muss. Die theoretischen Grundlagen wie auch das therapeutische Arsenal der VT haben sich seit ihrem Beginn in den 1950er Jahren etwa im 10-Jahres-Rhythmus um wesentliche Aspekte erweitert. In diesem Zusammenhang hat sich der Begriff der «Wellen» etabliert. Am Anfang stand die klassische Lerntheorie, die ubersetzt wurde in die systematische Desensibilisierung nach Joseph Wolpe [1973]. Dieses Verfahren wurde bei der Behandlung von Angstreaktionen angewendet, die als Ausdruck einer Konditionierung verstanden wurden. Mit Ruckgriff auf die operante Konditionierung wurde dann auch beispielsweise die Token Economy entwickelt, das heist die Veranderung von Verstarkern zur systematischen Verhaltensanderung. In den 1960er Jahren wurden dann als zweite Welle Konzepte der Sozialpsychologie integriert. Dabei wurden Verstarker in Abhangigkeit zu den sozialen Kompetenzen eines Individuums verstanden. Beispielhaft war die Entwicklung des Trainings der sozialen Kompetenz [Ullrich und de Muynck, 1973]. In den 1970er Jahren kamen in der dritten Welle die kognitiven Modelle hinzu, beispielsweise durch Ellis [1997] oder Beck [1975]: Obwohl Menschen eigentlich die Kompetenz haben, bestimmte Dinge zu tun, so sind sie dennoch wegen hinderlicher Kognitionen dazu nicht in der Lage. Als vierte Welle fand dann in den 1980er Jahren Beruck

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