Euphrasia-Augentropfen bei Neugeborenen: Ein Pilotprojekt
Author(s) -
Lilian Stoffel,
Doris Zimmermann,
Romi Hunkeler,
Claudia Zimmermann,
Mac Ramos,
Martina Fathi-Torriani,
Gaby Kropf,
Mathias Nelle
Publication year - 2007
Publication title -
schweizerische zeitschrift für ganzheitsmedizin / swiss journal of integrative medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.101
H-Index - 7
eISSN - 1663-7607
pISSN - 1015-0684
DOI - 10.1159/000283798
Subject(s) - gynecology , medicine
Hintergrund: Bei frÜh- und termingeborenen Kindern tritt hÄufig in den ersten Lebenstagen bzw. -wochen nach der Geburt ein verminderter Abfluss von Augensekret via TrÄnengang auf. Dadurch kann sich ein Sekretstau entwickeln, der zu einer Infektion der Augen fÜhren kann. Eine Augeninfektion in der Neonatalphase wurde bis anhin mit Neosporin-Augentropfen® behandelt. Bei Kindern unter zwei Jahren besteht die MÖglichkeit einer erhÖhten Resorption und damit eines erhÖhten oto- und nephrotoxischen Potentials von Neomycinsulfat. Studienziel: Untersuchung des Einflusses der lokalen Applikation von Euphrasia-Augentropfen auf den Antibiotikaverbrauch bei Neugeborenen. Material und Methode: 24 frÜh- und termingeborene Kinder erhielten eine lokale Applikation von NaCl 0,9% plus Euphrasia-Augentropfen. 20 frÜh- und termingeborene Kinder der Kontrollgruppe wurden konventionell mit NaCl 0,9% behandelt. Ergebnisse: Bei einer Behandlung mit NaCl 0,9%, aber auch mit NaCl 0,9% plus Euphrasia-Augentropfen, konnte in den meisten FÄllen auf eine Antibiotika-Therapie verzichtet werden, vor allem bei positiven bakteriologischen Abstrichen mit Staphylococcus aureus. Eine Limitation dieses Pilotprojektes zeigt sich in den Strukturunterschieden sowohl der Neugeborenen wie auch der Augenabstrichresultate. In der Versuchsgruppe wiesen die Neugeborenen ein tieferes Geburtsgewicht und Gestationsalter auf und waren tendenziell klinisch instabiler. Schlussfolgerung: Bei einem positiven Augenabstrich ist eine Therapie mit einem Antibiotikum nicht in jedem Fall notwendig. Ein Kind sollte nicht immer primÄr mit antibiotikahaltigen Augentropfen behandelt werden.
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