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Das Problem der laparoskopischen Behandlung der frühen Extrauteringravidität
Author(s) -
J. Endl,
M. Lange
Publication year - 1994
Publication title -
gyn�kologisch-geburtshilfliche rundschau
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1423-0011
pISSN - 1018-8843
DOI - 10.1159/000272393
Subject(s) - chemistry
OA Dr. J. Endl, Wilhelminenspital der Stadt Wien, Gynäkol. geburtsh. Abt., Montleartstraße 37, A-1160 Wien Die Inzidenz der Extrauteringravidität (EUG) wird auf 2 % der Geburten in der jüngsten Literatur angegeben [1]. Wir haben das Patientengut 1993 und Jänner-April/ 94 gesichtet und fanden 1993 2.2% und 1994 3% EUGraviditäten. In 53 Fallen wurde der Ver-dacht auf EUG gestellt – 45mal wurde eine EUG auch histologisch gesichert (44 Tubar + 1 Ovarialgravidität). Semm [2] gibt in seinem Kollektiv 1991 die Tubarruptur in 8% an. Wir mußten 1993 in 30 % und im Zeitraum Jänner bis April 1994 in 13% eine histologisch gesicherte Tubarruptur behandeln, wobei sich 6 von 9 Patientinnen in einem hämodynamischen Schock bei der Erstbegutachtung befanden. Der Anteil der Ausländerinnen war mit 45 % hoch. Die zeitliche Zuordnung zur Schwangerschaftswoche konnte in einem Drittel nicht eruiert werden; 70 % der Patientinnen wurden bis zur vollendeten 7. SSW, 20 % in der 8. SSW und 10 % später be-handelt. Lag ein Beta-HCG-Ausgangswert vor, so war dieser in 57 % unter 2000 IU/1 und in 43 % darüber gemessen worden. In drei Fallen land sich bei klinischem Verdacht auf EUG eine stehende Tu-baria mit positiver Herzaktion. Unser therapeutisches Vorgehen ist belastet durch die hohe An-zahl an Tubarrupturen: Bei 6 schockierten Patientinnen 1993 – mußten wir primär laparotomieren und stets präund intraoperativ Ery-throzytenkonzentrate geben. 1994 mußten wir nur mehr einmal (7 %) primär laparotomieren. Wenn nicht primär laparotomiert wurde. konnte in 29 von 38 Fallen (76,3 %) laparoskopisch thera-piert werden. 9 sekundäre Pfannenstiellaparotomien wurden vorwie-gend im Nachtdienst von laparoskopisch noch weniger geübten Kollegen gewählt. Im Berichtszeitraum waren wir mit 6 Problemfällen konfrontiert: 3 ..Versager” der Diagnose der Erstlaparoskopie im eigenen Kollektiv und 3 Versager der Diagnose und Therapie, die auswärts an-behandelt waren. Im eigenen Kollektiv beobachteten wir folgende Problemfälle: Im 1. Fall wurde bei der Erstlaparoskopie bei Beta-HCG 3070 IU/1 die Tubaria optisch nicht erkannt. Da Kinderwunsch bestand. wurde auf eine Curettage verzichtet. Verdreifachende Beta-HCG-Werte ließen auf eine intakte Gravidität hoffen – die negative Sonographie führte zur Relaparoskopie und zur laparoskopischen Sanierung durch Salpingostomie. Im 2. Fall wurde in der 7. SSW bei einem Beta-HCG von 294 IU/1 bei der Erstlaparoskopie aufgrund eines apfelgroßen Ovarialtumors und einer Hämatosalpinx rechts eine Ad-nektomie durchgeführt. Beta-HCG Kontrollen zeigten einen deut-lichen Anstieg und der histologische Befund lautete Endome-

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