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Der Einfluss von Dexamethason auf die Konzentration des sexualsteroidbindenden Proteins, des kortikosteroidbindenden Globulins und der Steroidhormone bei zyklierenden Rhesus-Affen
Author(s) -
Frank Z. Stanczyk,
Philip H. Pétra,
John W. Senner,
Miles J. Novy
Publication year - 1986
Publication title -
gyn�kologisch-geburtshilfliche rundschau
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1423-0011
pISSN - 1018-8843
DOI - 10.1159/000270107
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
In der vorliegenden Arbeit wurde bei 4 regelmässig zyklierenden Rhesus-Affen im 2. Zyklus 0.5 mg Dexamethason intramuskulär jeweils um 8.00 Uhr früh und 8.00 Uhr abends während 21 Tagen verabreicht. Der Kurzfassungen von Zeitschriftenartikeln 107 erste und dritte Zyklus dienten als Kontrollzyklen. In einbis dreitägigen Intervallen während jedes Zyklus wurden Blutproben entnommen und auf deren Konzentration von sexualsteroidbindendem Protein, kortikosteroid-bindendem Globulin, Cortisol, Testosteron, Progesteron und Ostradiol untersucht. Prozentsatz und Konzentration des freien Testosterons im Plasma wurden ebenfalls bestimmt. Dexamethason führte innerhalb kürze-ster Zeit zu einer Unterdrückung der Cortisol-Produktion auf 5 % der Aus-gangswerte; der Einfluss auf die anderen Hormonkonzentrationen war nicht so ausgeprägt. Unter Dexamethasonbehandlung konnte ein Abfall der se-xualsteroidbindenden Proteinkonzentration um 30%, der kortikosteroidbindenden Globulinkonzentration um 14%, der Testosteronkonzentration um 36% und der Östradiolkonzentration um 45% beobachtet werden. Die Ovulation an sich wurde durch die Gabe von Dexamethason nicht beein-flusst, ebensowenig die Progesteronwerte in der 2. Zyklushälfte. Nachdem der Prozentsatz freien Testosterons deutlich erhöht war, die Konzentratio-nen freien Testosterons allerdings unverändert blieben, schliessen die Auto-ren, dass die metabolische Clearance-Rate dieses Hormons unter Dexamethason erhöht, die Produktionsrate selbst aber vermindert ist. Fur die Klinik haben diese Ergebnisse nur bedingt Bedeutung, da es nicht vollkommen klar ist, ob Ergebnisse am Rhesus-Affen auf den Men-schen übertragbar sind. Dies müsste noch abgeklärt werden. Unter Umstän-den kann daraus der Schluss gezogen werden, dass Dexamethason, wie kli-nisch häufig angewandt, bei Hirsutismus die Produktion von Testosteron reduziert und dessen Abbau beschleunigt. Unter Umständen wird dadurch ein Teil der günstigen Wirkung von Dexamethason bei diesem Krankheits-bild erklärt.

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