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Östrogen-Serumspiegel beim Ovarialkarzinom in der Postmenopause
Author(s) -
Pentti K. Hein,
Risto Tuimala,
Kaija Pyykkö,
P Pystynen
Publication year - 1982
Publication title -
gyn�kologisch-geburtshilfliche rundschau
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1423-0011
pISSN - 1018-8843
DOI - 10.1159/000269320
Subject(s) - medicine
Peripheral Venous Concentration of Estrogens in Postmenopausal Women with Ovarian Cancer Widersprüchliche Meinungen in bezug auf die hormonale Aktivität von epithelialen Ovarialkarzinomen in der Postmenopause haben die Au-toren veranlasst, im peripheren venösen Blut von 12 an Ovarialkarzinom erkrankten Frauen den Gehalt von Östron, Östradiol und Östriol radioim-munologisch zu untersuchen und mit den entsprechenden Werten von gesunden postmenopausalen Frauen zu vergleichen. Dabei zeigte sich der Gehalt von Östron und Östradiol bei den Karzi-nompatientinnen signifikant gegenüber dem Kontrollkollektiv erhöht, wäh-rend sich bei Östriol nur eine geringe und nichtsignifikante Erhöhung ergab. Am deutlichsten war der Östrogenanstieg bei den serösen Zystadeno-karzinomen (7 Fälle) ausgefallen; ähnliche Veränderungen waren auch bei den muzinösen (2 Fälle) und den endometrioiden (2 Fälle) Karzinomtypen und beim mesonephriden (1 Fall) Karzinomtyp zu beobachten, wobei aber exakte Aussagen aufgrund der geringen Fallzahl nicht zu machen waren. Interessant ist die Tatsache, dass der Östrogengehalt des peripheren venösen Blutes unabhängig vom Karzinomstadium beeinflusst wird. Un-tersuchungen bezüglich des Östrogenanstieges in Abhängigkeit vom histo-logischen Differenzierungsgrad bzw. Hormonrezeptorstatus des Karzinoms wurden in der vorliegenden Arbeit leider nicht durchgeführt. Es wird angenommen, dass die Serum-Östrogene bei der postmenopausalen Frau vor allem durch Konversion des ovariellen und adrenalen Androgens gebildet werden. Die AndrogenSerumspiegel wurden allerdings Kurzfassungen von Zeitschriftenartikeln 254 von den Autoren nicht untersucht, so dass keine Stellungnahme bezüglich des Ursprungs der erhöhten Östrogenspiegel abgegeben werden kann. Für die Klinik stellt sich daher die Frage, was der erhöhte Serum-Östrogengehalt bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom in bezug auf Pro-gnose und Ätiologie dieser Erkrankung bedeutet. Diese Frage muss offen bleiben, solange nicht gleichzeitige hormonkinetische Untersuchungen und Hormonrezeptor-Analysen im Tumor sowie ein exaktes histologisches Grading durchgeführt werden. In diesem Sinne kann die vorliegende Arbeit nur als Pilotstudie angesehen werden und einen Ansporn zu prospektiven klini-schen Studien geben.

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