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Der Wert histologischer Schnittuntersuchungen der Nabelschnur in der Behandlung potentieller perinataler Infektionen
Author(s) -
A.M. Overbach,
S.J. Daniel,
George Cassady
Publication year - 1969
Publication title -
gyn�kologisch-geburtshilfliche rundschau
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1423-0011
pISSN - 1018-8843
DOI - 10.1159/000267730
Subject(s) - medicine
Perinatale Infektionen Neugeborener gehen häufig mit histologischen Entzündungszeichen in der Nabelschnur, den Eihäuten und der Plazenta einher. Ebenso sollen ähnliche Entzündungsreaktionen auch ohne Infek-tion allein bei intrauteriner Asphyxie in den besagten Anhangsgebilden der Frucht nachzuweisen sein. Der prospektive Wert histologischer Untersuchungen der Nabelschnur im Hinblick auf die Notwendigkeit einer intensiven antunfektiösen Therapie gefährdeter Kinder wird allerdings zur Zeit noch angezweifelt. Dieser Frage gingen die Autoren in einer Studie nach, die insgesamt 351 Neugeborene umfasst. Diese waren entweder potentiell perinatal infiziert oder wurden asphyktisch geboren. Kriterien der Entzündungsgefährdung waren bei insgesamt 196 Kindern: Blasen-sprung vor mehr als 24 h, Fieber der Mutter über 38° (oral) oder fötides Fruchtwasser. Bei einer Asphyxie bei 190 Kindern wurden berücksichtigt: Bradykardie unter 100, Apgarrate unter 7 oder Mekoniumgehalt von Fruchtwasser oder Frucht. Die Zahlendiskrepanz beruht auf 74 Kindern, auf die sowohl die Kriterien der Entzündungsgefährdung als auch der Asphyxie zutrafen. Alle Plazenten und ein Mittelstück der Nabelschnur wurden histologisch untersucht. Leukozyteninfiltrate ausserhalb der Nabelgefässe wurden als «Entzündungszeichen» interpretiert. Bakteriolo-gische Entnahmen erfolgten in den meisten Fallen aus dem Magensaft, dem Gehörgang, der Axille und aus dem Fruchtwasser. Bei Infektionszei-chen der Nabelschnur, klinischem oder immunologischem Verdacht wurde zusätzlich Material für Kulturen aus Blut, Spinalflüssigkeit und Urin gewonnen. Klinisch sichergestellte perinatale Infektionen wurden bei 53 Neugeborenen = 15 % des Gesamtkollektivs nachgewiesen. 70 % dieser 53 Fälle hatten eine histologisch nachweisbare Nabelschnurinfektion. Untergewichtige zeigen in 37 %, Normalgewichte in 30 % der nicht infi1 Originaltitel: The value of umbilical cord histology in the management of potential perinatal infection. 312 Overbach/Daniel/Cassady zierten Gruppe eine Nabelschnurinfektion, die in hohem Masse als suspekt für eine perinatale Infektion des Neugeborenen gilt. Entzündungszeichen in der Nabelschnur bei klinisch nicht nachgewie-sener Infektion des Neugeborenen können auch Ausdruck einer Exposition ohne Infektion bei guter Abwehrlage oder einer subklinischen, asym-ptomatischen Bakteriämie sein. In diesem Zusammenhang muss

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