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Die Folgen einer sportlich bedingten Gewichtsrestriktion im Kindesalter
Author(s) -
Nathalie Boisseau
Publication year - 2006
Publication title -
annales nestlé (deutsche aufl )
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-3740
pISSN - 0250-9652
DOI - 10.1159/000100528
Subject(s) - gynecology , medicine
Junge Leistungssportler absolvieren heutzutage bereits von frühester Kindheit an ein körperlich anstrengendes Trainingsprogramm. Dieses intensive Training (Volumen und Intensität) hat einen gesteigerten Energieverbrauch zur Folge, den es durch eine höhere Nahrungsaufnahme auszugleichen gilt. Balletttänzer(innen), Eiskunstläufer(innen), Turner(innen) und rhythmische Sportgymnastinnen trainieren ab einem Alter von 5–6 Jahren, und zwar meist mehr als 20–30 Stunden pro Woche. In diesen Sportdisziplinen sowie in Sportarten mit Gewichtsklassen (Ringen, Judo, Boxen bzw. bei Jockeys) entscheiden sich die jungen Spitzensportler bewusst für eine Beschränkung der Nahrungsaufnahme, um sich ihren schlanken, vorpubertären Körperbau zu erhalten bzw. zum sogenannten «Gewichtmachen». Kinder im Wachstum müssen unbedingt ausreichend Energie und Mikronährstoffe aufnehmen, und eine Beschränkung der Kalorien- und Flüssigkeitszufuhr könnte bei trainierenden Kindern und Jugendlichen die Regulierung des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts stören und sich somit auf das Wachstum, die Entwicklung und Körperzusammensetzung, den Menstruationszyklus und die Reproduktionsfähigkeit auswirken und das Risiko für Verletzungen, wie z.B. Ermüdungsbrüche, erhöhen. Ferner können diese Strategien, insbesondere bei heranwachsenden Mädchen, Essstörungen (z.B. Anorexie bzw. Bulimia nervosa) verursachen, das Körperbild und die Selbstwahrnehmung beeinflussen und zur Entstehung sozialer und emotionaler Fehlanpassungen führen.

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