Hintergründe und Verlauf des NFP34
Author(s) -
P.H. Baumann
Publication year - 1999
Publication title -
complementary medicine research
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.238
H-Index - 38
eISSN - 2504-2106
pISSN - 2504-2092
DOI - 10.1159/000057118
Subject(s) - medicine
Hohenstrasse 4 CH-4433 Ramlinsburg (Schweiz) Im Rahmen der sechsten Serie nationaler Forschungsprogramme beauftragte der Bundesrat am 27. Juni 1990 den Schweizerischen Nationalfonds, einen Ausfuhrungsplan fur ein nationales Forschungsprogramm, «Alternative Behandlungsmethoden fur Krankheiten des Menschen», abgekurzt «Komplementarmedizin», zu erstellen. Der nationale Forschungsrat ernannte daraufhin eine Expertengruppe, welche am 12. Juni 1991 ihre Arbeit aufnahm und im August einen entsprechenden Ausfuhrungsplan vorlegte. Fur das Programm stand ein Rahmenkredit von 6 Millionen Schweizer Franken fur funf Forschungsjahre zur Verfugung. Wie aber kam es zur Idee dieses Nationalen Forschungsprogramms? In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ist sich die Offentlichkeit der Schweiz, wie auch in der ubrigen westlichen Welt, bewusst geworden, das «nichtschulmedizinische» Massnahmen eine standig wachsende Bedeutung erlangt haben. Das entsprechende Angebot hat sich ausgeweitet, und viele Menschen beanspruchen heute komplementarmedizinische Dienstleistungen. Mediziner und nichtakademische Therapeuten mit alternativer Ausbildung greifen haufig auf komplementarmedizinische Diagnoseund Therapieverfahren zuruck. In dieser Situation wurde auch die politische Forderung gestellt, Komplementarmedizin an den medizinischen Hochschulen zu lehren. Daneben haben sich Probleme bezuglich der Entschadigung und Vergutung komplementarmedizinischer Dienstleistungen durch die Krankenversicherungen ergeben. In Anbetracht der Bedeutung, die die Komplementarmedizin in unserer Gesellschaft gewonnen hatte, erschien es den Entscheidungstragern von allgemeinem Interesse, das Phanomen «Komplementarmedizin» genauer zu analysieren. Bewegung entstand damals, als der Vorstand der Verbindung der Schweizer Arzte (FMH) eine Arbeitsgruppe einsetzte (Juli 1988 bis Oktober 1989), die Empfehlungen uber mogliche Praxisanwendungen, die Ausbildung der interessierten Arzte und Fragen der Honorierung erarbeitete. Wichtigstes Resultat war jedoch die Forderung nach adaquater Erforschung des Gebiets im Vergleich zu konventionellen Methoden der Hoch3. Hintergrunde und Verlauf des NFP34
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom