z-logo
open-access-imgOpen Access
Pflege in Zeiten von Corona: Ergebnisse einer deutschlandweiten Querschnittbefragung von ambulanten Pflegediensten und teilstationären Einrichtungen
Author(s) -
Karin WolfOstermann,
Annika Schmidt,
Benedikt Preuß,
Franziska Heinze,
Kathrin Seibert,
Anna-Carina Friedrich,
Dominik Domhoff,
Claudia Stolle,
Heinz Rothgang
Publication year - 2020
Publication title -
pflege
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.148
H-Index - 12
eISSN - 1664-283X
pISSN - 1012-5302
DOI - 10.1024/1012-5302/a000761
Subject(s) - gynecology , medicine , covid-19 , political science , infectious disease (medical specialty) , pathology , disease
Zusammenfassung. Hintergrund: Pflegebedürftige sind aufgrund des Alters, bestehenden Vorerkrankungen und der Schwere von Krankheitsverläufen von der COVID-19-Pandemie besonders betroffen. Eine Vielzahl täglicher direkter Kontakte von Pflegekräften und Pflegebedürftigen erhöhen die Gefahr für eine Übertragung der Erkrankung. Ziel: Die Studie zielt darauf ab, (I) Fallzahlen ambulanter Pflegedienste und teilstationärer Pflegeeinrichtungen in Zusammenhang mit COVID-19, (II) personelle und materielle Ressourcen, (III) die Versorgungssituation von Pflegebedürftigen und (IV) den organisatorischen Umgang mit der Pandemiesituation zu beschreiben sowie Unterstützungswünsche an die Politik zu skizzieren. Methoden: Mehr als 12 000 ambulante und teilstationäre Pflegeeinrichtungen wurden zur Teilnahme an einer Online-Befragung eingeladen (Gelegenheitsstichprobe), 701 Pflegedienste (Rücklauf 7,3 %) und 96 teilstationäre Einrichtungen (Rücklauf 3,5 %) nahmen teil. Ergebnisse: Fast ein Drittel der befragten Pflegedienste (30,1 %, 189 / 627) sind durch (Verdachts-)Fälle von COVID-19 bei Klient_innen betroffen. Jeweils etwa die Hälfte der Dienste berichten von einer verringerten Inanspruchnahme von SGB V- (47,6 %, 288 / 605) bzw. SGB XI-Leistungen (59,7 %, 375 / 628). Zwei Drittel der teilstationären Einrichtungen (65,6 %, 63 / 96) geben an, aufgrund der Pandemie derzeit geschlossen zu sein. Ebenso berichteten fast die Hälfte der Dienste (45,8 %, 253 / 552), dass die Versorgung bei verringerter Leistungsinanspruchnahme von ambulanten Leistungen gefährdet / instabil oder sogar nicht sichergestellt sei. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass ambulant versorgten Pflegebedürftigen in der vorliegenden Pandemie – und auch mit Blick auf eine mögliche zweite Welle – eine erhöhte Aufmerksamkeit in Bezug auf prekäre Versorgungssituationen zukommen sollte.

The content you want is available to Zendy users.

Already have an account? Click here to sign in.
Having issues? You can contact us here
Accelerating Research

Address

John Eccles House
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom